Künstliche Befruchtung

Applaus für ÖVP-Vorschlag von linker Reichshälfte

Tirol
16.07.2026 08:00

Auch alleinstehende Frauen sollen sich künstlich befruchten lassen – der Vorschlag der Tiroler Familien-Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) kommt bei SPÖ und Grünen gut an.

Für positive Reaktionen hat der Vorstoß von Familien-Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) in Sachen künstlicher Befruchtung gesorgt. Via „Krone“ forderte sie, dass sich auch alleinstehende Frauen künstlich befruchten lassen können. In Österreich ist das derzeit verboten. „Es ist höchste Zeit, dass wir im Jahr 2026 aufhören, den Beziehungsstatus einer Frau als Maßstab für ihre Eignung zur Elternschaft zu betrachten. Eine Frau wird nicht erst durch einen Partner oder eine Partnerin vertrauenswürdig oder verantwortungsvoll“, betont die Grüne Landtagsabgeordnete Zeliha Arslan. Generell machen die Grünen Druck beim Thema Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Dazu zähle auch das Einfrieren von Ei- und Samenzellen, das sogenannte „social egg freezing“. Ein Gesetzesentwurf lässt von der Bundesregierung immer noch auf sich warten, nachdem der VfGH die bisherige strenge Regelung aufgehoben hat. „Die staatliche Einmischung in den zutiefst persönlichen Bereich von Frauen hat längst ausgedient. Es ist höchste Zeit, dass Frauen über ihren Körper selbst bestimmen können“, so Arslan.

„Kenne viele Frauen, die großartige Mamas wären“
In dieselbe Kerbe schlägt auch ihre grüne Kollegin im Nationalrat, Barbara Neßler: „Es ist erfreulich, dass mittlerweile auch innerhalb der ÖVP anerkannt wird, dass das Fortpflanzungsmedizingesetz nicht mehr den Lebensrealitäten entspricht. Jetzt müssen diesen Worten aber auch Taten folgen – und zwar in Wien, wo die VP-Familienministerin Bauer die Regierungsverantwortung trägt!“ Sie kenne viele Frauen, die großartige Mamas wären – auch ohne Partner.

Zitat Icon

Jetzt müssen diesen Worten aber auch Taten folgen – und zwar in Wien, wo die VP-Familienministerin Bauer die Regierungsverantwortung trägt!

NR Barbara Neßler (Grüne)

„Wenn eine Frau Mutter werden will, darf der Staat ihr nicht Nein sagen. Es ist höchste Zeit, alleinstehenden Frauen diesen Weg auch in Österreich zu ermöglichen“, sagt Neßler. Astrid Maier habe vollkommen recht: Familienpolitik müsse die Lebensrealitäten der Menschen widerspiegeln. „Jetzt ist die ÖVP gefordert, diese Position nicht nur in Tirol zu vertreten, sondern auch in Wien endlich umzusetzen“, erklärt die Tiroler Nationalrätin.

Endlich kommt Bewwgung in die Debatte
Auch die SPÖ begrüßt Mairs Vorstoß. „Dass endlich Bewegung in die Debatte um eine zeitgemäße Regelung der künstlichen Befruchtung kommt, ist zu begrüßen. Es ist längst überfällig, dass alleinstehende Frauen in Österreich die gleichen Möglichkeiten erhalten wie Paare“, erklärt SPÖ-Klubobfrau Elisabeth Fleischanderl. Reproduktive Rechte seien Menschenrechte, sie müssen jeder Frau eine freie und selbstbestimmte Entscheidung über den eigenen Körper garantieren.

Zitat Icon

Es ist längst überfällig, dass alleinstehende Frauen in Österreich die gleichen Möglichkeiten erhalten wie Paare.

LA Elisabeth Fleischanderl (SPÖ)

„Jede Frau muss das Recht haben, frei und selbstbestimmt über den eigenen Körper und die eigene Lebensplanung zu entscheiden. Dazu gehört sowohl die Entscheidung für ein Kind, als auch der Zugang zu medizinischer Unterstützung. Die Politik hat die Aufgabe, diese Selbstbestimmung zu ermöglichen – nicht sie einzuschränken“, betont Klubobfrau Fleischanderl.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Tirol
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung