Argentinien bevorzugt?

Legende zittert vor Messi-Bonus und Tuchel-Krach

Wird Argentinien bei der WM bevorzugt behandelt? Diese Debatte gehört zu den brisantesten im bisherigen Turnierverlauf und erhält vor dem heutigen Halbfinale gegen England (ab 21 Uhr – hier im Liveticker) noch einmal neuen Schwung. Denn nun befeuert auch eine England-Legende Verschwörungstheorien.

Als Experte für den britischen TV-Sender BBC kritisierte Alan Shearer, mit 260 Toren Rekordtorschütze der englischen Premier League, die Vielzahl an Schiedsrichterentscheidungen zugunsten Argentiniens scharf.

England-Legende wittert Verschwörung
Der 55-Jährige betonte, dass es „kein Wunder sei, dass es so viele Verschwörungen gibt“, wonach das Turnier manipuliert oder zugunsten von Superstar Lionel Messi und Argentinien beeinflusst werde. Als Beispiele erwähnte er die K.-o.-Spiele gegen Ägypten und gegen die Schweiz.

Alan Shearer war von 1996 bis 2000 Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft.
Alan Shearer war von 1996 bis 2000 Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft.(Bild: APA/Getty Images via AFP/GETTY IMAGES/Fernando Leon)

Nun befürchtet der ehemalige Kapitän der „Three Lions“, dass auch Englands WM-Traum durch eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung – ausgelöst durch den VAR – zunichtegemacht werden könnte. 

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Ich mache mir ein wenig Sorgen, dass uns eine Schiedsrichterentscheidung oder der VAR im Spiel gegen Argentinien den Sieg kosten könnte.

Englands Fußball-Legende Alan Shearer

US-Schiedsrichter pfiff schon mehrere Messi-Spiele in der MLS
Brisant: Die FIFA hat den Amerikaner Ismail Elfath beauftragt, das spektakuläre Aufeinandertreffen zu leiten. Der 44-Jährige, der in Marokko geboren wurde und seit Jahren in der amerikanischen MLS pfeift, stand in den vergangenen Jahren bereits mehrfach bei Spielen von Argentiniens Superstar Lionel Messi auf dem Platz. Seit Messis Wechsel zu Inter Miami trafen sich die Wege des Weltstars und Elfaths viermal – jedes Mal ging der Argentinier als Sieger vom Platz.

Bei der laufenden Weltmeisterschaft leitete Schiedsrichter Ismail Elfath bislang drei Partien ...
Bei der laufenden Weltmeisterschaft leitete Schiedsrichter Ismail Elfath bislang drei Partien und zeigte dabei Uruguays Agustín Canobbio im Gruppenspiel gegen Spanien die Rote Karte.(Bild: AP/Ricardo Mazalan)

Anhaltende Debatte über Messi-Bonus
Messi fand sich auch im Laufe des WM-Turniers im Zentrum der Debatte wieder, nachdem er bereits im ersten Gruppenspiel gegen Algerien eine Rote Karte hätte sehen müssen. Auch deshalb steht Elfath heute besonders unter Beobachtung. Jede strittige Szene könnte neue Diskussionen auslösen – nicht zuletzt auch wegen der historischen Rivalität zwischen England und Argentinien sowie der anhaltenden Debatte über einen angeblichen Messi-Bonus. Für den US-Schiedsrichter wird das Halbfinale damit zur größten Bewährungsprobe seiner Karriere.

Lionel Messi begeistert bei der WM mit Toren, sorgt aber auch für Gesprächsstoff, da ...
Lionel Messi begeistert bei der WM mit Toren, sorgt aber auch für Gesprächsstoff, da offensichtlich von Schiedsrichtern bevorzugt behandelt wird.(Bild: AP/Charlie Riedel)

Bei der laufenden Weltmeisterschaft leitete der Unparteiische bislang drei Partien und zeigte dabei Uruguays Agustín Canobbio im Gruppenspiel gegen Spanien die Rote Karte.

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Es ist kein Wunder, dass es so viele Verschwörungen gibt, wonach das WM-Turnier manipuliert oder zugunsten von Lionel Messi und Argentinien beeinflusst wird.

Alan Shearer über eine mögliche Bevorzugung Argentiniens bei der Fußball-WM.

Erinnerungen an Rote Karte für Beckham 1998
Shearer würde es nach eigener Aussage nicht überraschen, wenn es im heutigen Spiel gegen Argentinien eine Rote Karte für einen Engländer geben würde – so wie im WM-Achtelfinale gegen Argentinien im Jahr 1998. Damals wurde Legende David Beckham vom Platz gestellt, weil er nach Diego Simeone getreten hatte, der theatralisch zu Boden fiel. Argentinien setzte sich vor 28 Jahren gegen die „Three Lions“ im Elfmeterschießen durch.

Eindringliche Warnung an Heißsporn Tuchel
Shearer warnte England-Teamchef Thomas Tuchel im Vorfeld der heutigen Partie daher, sich vor jeglichen „Spielchen oder Provokationen“ seitens der Argentinier in Acht zu nehmen. Der Deutsche gilt bekanntlich als Heißsporn, der sich immer wieder gerne mitten auf dem Platz mit Gegnern oder Schiedsrichtern verbal anlegt. Zuletzt legte er sich nach dem Norwegen-Spiel sogar mit einem Reporter an.

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