Kapitän als Mediator

Bellingham-Tuchel-Krach: Nun mischt sich Kane ein

Englands Fußball-Teamchef Thomas Tuchel hat seine Mannschaft nach dem knappen Sieg im Viertelfinale über Norwegen kritisiert. Doppeltorschütze Jude Bellingam zeigte sich darüber überrascht und widersprach dem Deutschen. Nun mischt sich auch Kapitän Harry Kane in den vermeintlichen Zwist ein. 

Kane nahem Bellingham für dessen Interview-Aussagen direkt nach dem Norwegen-Spiel in Schutz. „Wenn du gerade ein Spiel hinter dir hast – vor allem so ein Spiel – und zwei Minuten nach dem Schlusspfiff eine Frage gestellt bekommst, obwohl du noch gar nicht weißt, was der Trainer gesagt hat: Was soll Jude denn darauf antworten?“, fragte Kane im Gespräch mit dem britischen TV-Sender BBC.

Tuchel hatte die „Three Lions“ nach dem hart erkämpften 2:1 gegen die Skandinavier im Interview auf dem Rasen unverhohlen für die aus seiner Sicht schlechte Spielweise kritisiert.

Bellingham widerspricht Thomas Tuchel
Von einem Reporter darauf angesprochen reagierte Bellingham mit einem genervten Seitenhieb gegen Tuchel (siehe Video unten): „Vielleicht weiß er auch nicht, was es heißt, bei solchen Bedingungen gegen Erling Haaland, Martin Ødegaard, Antonio Nusa, Alexander Sorloth, all die anderen, zu spielen. Das ist kein einfacher Gegner“, murrte der Real-Madrid-Star ins Mikrofon.

Das Interview schlug besonders auf der Insel Wellen, die britischen Medien witterten einen Zwist zwischen dem anspruchsvollen Tuchel und seinen Spielern – was der 52-jährige Deutsche auf der Pressekonferenz nach der Partie direkt abräumte. Es gebe keine „Kluft“, betonte Tuchel. „Nicht ein Prozent. Ich bin mit ganzem Herzen dabei und liebe meine Spieler.“

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Es gibt keine Kluft. Nicht ein Prozent. Ich bin mit ganzem Herzen dabei und liebe meine Spieler.

Englands Teamchef Thomas Tuchel

Kane watscht englische Presse ab
Für Kane hat die englische Presse mit ihrer Tuchel-Bellingham-Berichterstattung aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. „Ich glaube, es ist leicht, zu versuchen, Zwietracht zu säen. Das scheint bei großen Turnieren immer wieder eine typische englische Mentalität zu sein – oder zumindest etwas, das in England ständig gemacht wird“, kritisierte der Kapitän der Three Lions. „Aus vielen Dingen wird einfach viel mehr gemacht als tatsächlich dahintersteckt.“

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Ich glaube, es ist leicht, zu versuchen, Zwietracht zu säen. Das scheint bei großen Turnieren immer wieder eine typische englische Mentalität zu sein.

England-Kapitän Harry Kane kritisiert die britische Presse.

England steht erst zum vierten Mal in einem WM-Halbfinale. Am Mittwoch trifft der Weltmeister von 1966 im Kampf um den Finaleinzug auf Titelverteidiger Argentinien um Superstar Lionel Messi.

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