Bruckner Orchester

Zum Jubiläum: Klassikparty mit Traunstein-Blick

Oberösterreich
12.07.2026 16:30

Traumwetter, begeisterte Musikfans und ein Starensemble der Extraklasse: Die große Jubiläumsgala des Bruckner Orchesters Linz verwandelte den Gmundner Toscanapark in eine glanzvolle Bühne der Emotionen. Das 60-jährige Bestehen wurde mit einem musikalischen Feuerwerk unterm Traunstein gefeiert.

Dieses Wochenende feierte das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner sein 60-jähriges Bestehen mit einer großen Open-Air-Gala im Toscanapark Gmunden.

Vor der beeindruckenden Kulisse des Traunsteins bekam ein enthusiastisches Publikum einen musikalischen Rückblick auf sechs Jahrzehnte Orchestergeschichte zu hören. Für das Jubiläum kehrten außerdem ehemalige Linzer Publikumslieblinge auf die Bühne zurück: Erica Eloff, Ilia Staple, Matthäus Schmidlechner und Adrian Eröd, die inzwischen international erfolgreich sind, gestalteten den Festabend gemeinsam mit dem Orchester.

Markus Poschner und das Bruckner Orchester
Markus Poschner und das Bruckner Orchester(Bild: Rudi Gigler)

Ein hochenergetischer Leonard Bernstein
Für einen der Höhepunkte sorgte die Linzer Sopranistin Ilia Staple, mittlerweile Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, mit einer virtuosen Bernstein-Arie. Zuvor hatte das Orchester bereits mit dem mitreißenden Mambo aus der West Side Story begeistert. Gerade bei Bernstein wurde deutlich, was Poschner auszeichnet: Seine Erfahrung als Jazzmusiker verleiht seiner Interpretation rhythmische Präzision, stilistische Authentizität und eine mitreißende Energie.

Sänger mit Lust am Schauspiel
Erica Eloff bewies im humorvollen „Uhrenduett“ aus Johann Strauß‘ „Die Fledermaus“ gemeinsam mit dem nicht minder spielfreudigen Matthäus Schmidlechner ihr ausgeprägtes schauspielerisches Talent. In Erich Wolfgang Korngolds ergreifendem „Glück, das mir verblieb“ aus „Die tote Stadt“ entfaltete sie anschließend die ganze Schönheit und Ausdruckskraft ihrer prachtvollen Stimme.

Für beste Unterhaltung sorgte auch Kammersänger Adrian Eröd, der mit „Heiterkeit und Fröhlichkeit“ aus Albert Lortzings „Der Wildschütz“ seinem Titel alle Ehre machte. Gemeinsam mit Ilia Staple gestaltete er zudem ein Duett aus Mozarts Zauberflöte – eine ebenso einfühlsame wie berührende Interpretation.

Zum Nachhören in der Mediathek
Auch das Orchester selbst stellte eindrucksvoll unter Beweis, welch bemerkenswerte Entwicklung es in den vergangenen 60 Jahren genommen hat: Es beeindruckte mit klanglicher Brillanz, Präzision und Spielfreude – Zwei Zugaben. Die Akustik erwies sich – zumindest in den vorderen Reihen - als ausgezeichnet, der begeisterte Schlussapplaus fiel entsprechend lang und herzlich aus.

Wer den Konzertabend verpasst hat, kann ihn noch in der ORF-Mediathek erleben.

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