Angst vor Altersarmut

So groß sind die Geldsorgen der Oberösterreicher

Oberösterreich
12.07.2026 16:00

Laut einer aktuellen Umfrage fürchtet sich in unserem Bundesland schon jeder Zweite vor Altersarmut. Bei der finanziellen Vorsorge gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während einige auf Aktien setzen, bauen andere auf konservative Varianten.

Arbeiten bis zum Pensionsantrittsalter – und dann? Viele Oberösterreicher machen sich Gedanken, wie es nach dem Arbeitsleben finanziell weitergeht – und nicht jeder ist überzeugt, dass die staatliche Pension ausreichen wird. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass 52 Prozent der Befragten aus Oberösterreich einer Studie für die bank99 angaben, dass ihnen Altersvorsorge zu abstrakt sei.

Große Sorge vor Altersarmut
Sie ist aber sehr wohl ein Thema: Jeder Dritte sorgt sich, ob er finanziell in der Pension über die Runden kommt. 49 Prozent haben gar Angst vor Altersarmut. Bernhard Hohenegger, Vorstand von „Markt der bank99“: „Die Österreicher beschäftigen sich intensiv mit der Frage der Altersvorsorge. Unsicherheit und fehlendes Wissen stehen konkretem Handeln aber oft im Weg.“

Vorsorge scheitert am Einkommen
Trotz allem bleibt das größte Hindernis bei der Altersvorsorge nicht fehlendes Wissen oder mangelnder Wille, sondern wenig überraschend ein zu geringes Einkommen, wie 43 Prozent aller Befragten in Oberösterreich bestätigten. Dennoch liegt das Land ob der Enns an dritter Stelle bei den monatlichen Rücklagen für die Pension: 284 Euro werden bei uns zur Seite gelegt.

Frauen setzen auf Sparbücher
Einen Unterschied macht hier auch das Geschlecht: Sechs von zehn Männern sorgen privat vor, bei den Frauen sind es nicht einmal 50 Prozent. Außerdem setzen Frauen auf Sparbücher und Konten, während Männer vermehrt in Wertpapiere, Edelmetalle, Immobilien oder Krypto investieren.

Ältere weniger besorgt
Offenbar sinken der Umfrage zufolge die finanziellen Sorgen je älter die Menschen sind: Sieben von zehn Pensionisten in Oberösterreich sind überzeugt, dass ihre Pension ausreichen wird, um den davor gewohnten Lebensstandard zu halten. Die Frage, ob sie allerdings in Zeiten von Inflation und Teuerung langfristig ausreichen wird, beschäftigt immerhin 40 Prozent der Senioren.

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