„Super-Joker“

Belgiens größte Gefahr geht von der Ersatzbank aus

Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Romelu Lukaku glänzt bei der Endrunde als Ersatzspieler, netzte in den letzten drei Spielen immer mit seinem ersten Torschuss …

Mit 93 Toren Rekordtorschütze seines Landes - doch bei dieser Endrunde ist Romelu Lukaku als „Joker“ gefragt. Und liefert. Mit seiner ersten WM-Aktion forcierte er das Eigentor von Ägyptens Mohamed Hany, sicherte Belgien den Punkt. Beim Gruppenfinale traf er gegen Neuseeland, dann brachte er die Belgier im Sechzehntelfinale gegen Senegal mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 wieder heran, leitete die Wende ein. Und sorgte schließlich beim 4:1 zuletzt im Achtelfinale gegen die USA für den Endstand, ist der erst zweite Belgier nach Marc Wilmots (2002), der für Belgien in drei WM-Spielen in Serie getroffen hat. Und das alles, mit seinem jeweils ersten Torschuss des Spiels.

Gegen die USA traf Lukaku zum 4:1-Endstand.
Gegen die USA traf Lukaku zum 4:1-Endstand.(Bild: AFP/JAMIE SQUIRE)

„Ohne ihn können wir nicht“
Wohl dem, der so einen von der Bank bringen kann. „Auf ihn ist Verlass, wir wissen genau, was wir an ihm haben“, nickte Teamchef Rudi Garcia. Der sich großer Kritik ausgesetzt sah, den bulligen Angreifer überhaupt für die WM nominiert zu haben. Weil der 33-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit verletzungsbedingt gerade einmal 63 (!) Minuten für Napoli aufgelaufen war, nur ein Tor erzielt hatte. „Ohne ihn können wir nicht“, sagte Garcia. Und sollte Recht behalten. Lukaku lässt die Nationen träumen, mehr „Joker“-Tore bei einer WM erzielte bisher nur Roger Milla (4), 1990 für Kamerun.

Doch Lukaku liefert noch mehr als „nur“ Tore. Er geht voran, übernimmt Verantwortung, schlichtet wie gegen Senegal interne Streiterein. Und ist ein Mann der klaren Taten. Nach seinem Tor gegen die USA hielt er sich die Hand aufs Ohr, verspottete FIFA-Boss Gianni Infantino. Und imitierte mit seinen Kollegen beim Jubeltanz die Pose von US-Präsident Donald Trump, reagierte damit auf die kuriose Entscheidung um die erlassene Rot-Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun.

Heute wartet das Duell mit Spanien, geht es für Belgien um das dritte WM-Halbfinale. Wohl wieder mit Lukaku als „Super-Joker“, im Sturm dürfte erneut der acht Jahre jüngere Charles De Ketelaere den Vorzug erhalten. Mit Kevin De Bruyne, gegen die USA 90 Minuten auf der Bank, wird auch ein anderer verbliebener aus Belgiens „Goldener Generation“ zunächst zuschauen. „Aber sie können uns noch helfen, wenn wir sie brauchen“, so Garcia. Was Lukaku eindrucksvoll beweist …

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Freuen Sie sich auf viele neue Funktionen und noch mehr Möglichkeiten zum Austausch. Mehr Informationen finden Sie hier.

WM-Torvideos

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung