Unglaubliche Zahlen

Am Weg zum Titel liegen für Spanien Rekorde bereit

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Von krone Sport

Eine Defensive, die mit den besten der Geschichte mithält, Rodri und Co. lieben indes die Kreativität des Passspiels. „Ich mag es, Lücken für meine Mitspieler zu schaffen“, meint auch Dani Olmo.

Historisch gesehen ist es für Spanien die gravierendste Hürde. Fünfmal - das Turnier 1950, als es das einzige Mal keine K.o.-Runden gab, nicht mitgerechnet - standen die Iberer bei einer WM im Viertelfinale. Erst im bislang letzten Versuch 2010 gelang der Sprung ins Semifinale und schließlich zum Titel.

Bei dieser Endrunde gibt es einiges, was an den glorreichen Durchmarsch der „Furia Roja“ in Südafrika erinnert. Dabei könnte Spanien den ein oder anderen WM-Rekord brechen:

  • Die wenigsten Gegentore als Weltmeister kassierte bislang unter anderen eben Spanien 2010, als Iker Casillas nur in der Vorrunde beim 0:1 gegen die Schweiz und beim 2:1 über Chile hinter sich greifen musste. Auch Frankreich 1998 und Italien 2006 ließen nur zwei Gegentore zu. Im aktuellen Turnier hält Unai Simon sogar noch die Null.
Auch Kalajdzic (l.) und Arnautovic (r.) bissen sich an Unai Simon die Zähne aus.
Auch Kalajdzic (l.) und Arnautovic (r.) bissen sich an Unai Simon die Zähne aus.(Bild: AP/Jae C. Hong)
  • Nur 0,3 erwartete Tore pro Partie ließ Spanien im bisherigen Turnier zu – ein Wert, der zeigt, wie unfassbar sicher die Defensive bisher steht. Es ist dies der niedrigste Wert eines Teams seit Beginn der Datenerfassung 1966.
  • 36 Pflichtspiele in Folge ist Spanien ungeschlagen. Bereits mit einem Finaleinzug würde man den Weltrekord Marokkos (38) einstellen, als Weltmeister diesen automatisch überbieten.
  • Taktgeber Rodri stellte 2022 einen WM-Rekord in nur vier Partien auf, als er 607 Bälle an einen Mitspieler brachte, die Marke von Landsmann Xavi von 2010 (599) übertraf. Im laufenden Turnier komplettierte Rodri bereits 499 Pässe, gegen Belgien winkt die Bestmarke.
Rodri versorgt seine Teamkollegen mit punktgenauen Pässen.
Rodri versorgt seine Teamkollegen mit punktgenauen Pässen.(Bild: AFP/FLORENCIA TAN JUN)

Freilich hat Spanien mit Pedri, Olmo oder Ruiz mehr Spieler, die entscheidende Pässe spielen können. Olmo beschreibt, dass diese Art der Kreativität genau seiner und der Mentalität der ganzen Mannschaft entspricht: „Ich mag es, mit meinen Mitspielern zu kombinieren, das Spielgeschehen zu lesen und Lücken für andere zu schaffen.“

23 Joker-Tore
Dass dies auf mehr als nur die Startelf zutrifft, zeigte sich beim Goldtor Merinos gegen Portugal, wo Jorge Jesus Nachfolger des zurückgetreten Teamchefs Roberto Martinez wird. Das war eine Co-Produktion dreier Einwechselspieler, das 23. Joker-Tor im 46. Spiel der Ära von Luis de la Fuente. Ein Beleg der Breite im Team, in dem alle füreinander kämpfen. Vor allem defensiv. „Der Trainer sagt, der erste Verteidiger sei der Stürmer, das erfüllen wir“, so Olmo.

Im Viertelfinale kommt mit der belgischen allerdings eine umtriebige Offensive auf Spanien zu. Im bisherigen Turnier gaben die „Roten Teufel“ pro Spiel 21,7 Schüsse auf das Tor ab. Noch erschreckender: 12,1 % davon wurden ein Treffer.

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