Eine Defensive, die mit den besten der Geschichte mithält, Rodri und Co. lieben indes die Kreativität des Passspiels. „Ich mag es, Lücken für meine Mitspieler zu schaffen“, meint auch Dani Olmo.
Historisch gesehen ist es für Spanien die gravierendste Hürde. Fünfmal - das Turnier 1950, als es das einzige Mal keine K.o.-Runden gab, nicht mitgerechnet - standen die Iberer bei einer WM im Viertelfinale. Erst im bislang letzten Versuch 2010 gelang der Sprung ins Semifinale und schließlich zum Titel.
Bei dieser Endrunde gibt es einiges, was an den glorreichen Durchmarsch der „Furia Roja“ in Südafrika erinnert. Dabei könnte Spanien den ein oder anderen WM-Rekord brechen:
Freilich hat Spanien mit Pedri, Olmo oder Ruiz mehr Spieler, die entscheidende Pässe spielen können. Olmo beschreibt, dass diese Art der Kreativität genau seiner und der Mentalität der ganzen Mannschaft entspricht: „Ich mag es, mit meinen Mitspielern zu kombinieren, das Spielgeschehen zu lesen und Lücken für andere zu schaffen.“
23 Joker-Tore
Dass dies auf mehr als nur die Startelf zutrifft, zeigte sich beim Goldtor Merinos gegen Portugal, wo Jorge Jesus Nachfolger des zurückgetreten Teamchefs Roberto Martinez wird. Das war eine Co-Produktion dreier Einwechselspieler, das 23. Joker-Tor im 46. Spiel der Ära von Luis de la Fuente. Ein Beleg der Breite im Team, in dem alle füreinander kämpfen. Vor allem defensiv. „Der Trainer sagt, der erste Verteidiger sei der Stürmer, das erfüllen wir“, so Olmo.
Im Viertelfinale kommt mit der belgischen allerdings eine umtriebige Offensive auf Spanien zu. Im bisherigen Turnier gaben die „Roten Teufel“ pro Spiel 21,7 Schüsse auf das Tor ab. Noch erschreckender: 12,1 % davon wurden ein Treffer.
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