Beim SCR Altach hat sich zwar bisher wenig verändert, bundesligareif ist der Kader aber deswegen bisher nicht für die neue Saison. Wie schon seit vielen Jahren fehlt auch jetzt ein Einser-Stürmer. Noch aber haben die Rheindörfler ein wenig Zeit.
Nur noch zwei Wochen sind es bis zum Saisonstart. Dann steht die erste ÖFB-Cuprunde auf dem Programm, eine Woche später starten die Altacher mit dem Auswärtsspiel bei Rapid Wien in die neue Bundesliga-Saison. Der aktuelle Kader der Zaric-Elf lässt noch keine entscheidenden Veränderungen erkennen. Die Problemzone Angriff bleibt vorerst bestehen. In der Vorsaison hat ein großartig spielender Patrick Greil diese Schwachstelle überdeckt. Sich auch in der 16. Bundesligasaison allein darauf zu verlassen, wäre ein gewagtes Unterfangen. Die Kadersituation im Detail:
Tor: Mit der Verlängerung von Dejan Stojanovic ist die Nummer eins-Position auf Jahre hinaus gut besetzt. Mit den beiden Backups Daniel Antosch und Elias Scherf ist das Torhüterteam gut aufgestellt. Die Zukunft von Paul Piffer ist offen, er wurde vor kurzem operiert.
Verteidigung: Die beiden „alten Herren“ Benedikt Zech und Lukas Jäger und Youngster Filip Milojevic sind gesetzt. Mit Rassa Rahmani und Henrique Bell stehen zwei weitere Innenverteidiger im Kader, wobei der 18-jährige Brasilianer Bell vorerst aber bei den Amateuren einige Erfahrung sammeln soll.
Außenpositionen: Der Abgang von Linksverteidiger Mohamed Ouedraogo zu Olympique Lyon wurde mit Benjamin Böckle (Rapid) adäquat ersetzt. Ein echtes Backup gibt es aber vorerst nicht. Auf der rechten Seite ist die Lücke nach dem Abgang von Sandro Ingolitsch noch weit offen. Aktuell könnte Linksfuß Jakob Brandtner auf rechts wechseln, das ist aber keine optimale Lösung. Ebenso könnte Erkin Yalcin diese Position übernehmen. Hier gibt es viel Handlungsbedarf.
Zentrales Mittelfeld: Vesel Demaku und Mike Bähre sind gesetzt, Yanis Eisschill und Diego Madritsch stehen in der Warte-Position. Hinter dem Stürmer werden Yann Massomobo (rechts) und Patrick Greil (links) spielen. Ein Backup mit ähnlicher Qualität fehlt für die beiden allerdings.
Sturm: Die nächste große Baustelle! Ousmane Diawara ist die Nummer eins, Marko Raguz fehlt die Spielpraxis, Shingo Nakano und Denizcan Coskun sind verletzt. Das klingt mehr nach „Lüfterl“ als nach Sturm. Salif Tietietta ist weiter im Aufbautraining.
Die Youngster Timo Müller, Halil Basar und Adrian Vonbrül sind in den Profikader aufgerückt, Einsätze wird es vorerst kaum geben.
Bislang überzeugt der Altacher Kader noch nicht. Die Qualität muss deutlich gesteigert werden. Ansonsten drohen nach einem guten Jahr neuerliche Abstiegssorgen. Ob man das im Rheindorf wirklich so will?
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