Vor rund acht Monaten legte ein Unbekannter in einer Altstadtvilla in Gmunden am Traunsee Feuer. Das Verfahren gegen den einzigen Verdächtigen wurde eingestellt. Das Gebäude wird generalsaniert.
Anfang November jährt sich das Feuer in einer Altstadtvilla an der Gmundner Esplanade zum ersten Mal. Das im Jahr 1897 errichtete Gebäude wurde in der Nacht von 5. auf 6. November stark beschädigt, der Dachstuhl und das darunterliegende Geschoß völlig zerstört. Rasch war klar, dass der im Dachboden ausgebrochene Brand gelegt worden war. Ob sich der dafür Verantwortliche jemals vor Gericht verantworten muss, steht jedoch in den Sternen.
Denn das Verfahren gegen den einzigen Verdächtigen wurde eingestellt. Rund fünf Wochen nach dem Feuer war ein 31-jähriger Rumäne in den Fokus der Ermittler geraten. Der bis dato Unbescholtene war zum Tatzeitpunkt in dem betroffenen Haus zu Besuch gewesen. Zu den Vorwürfen hat er nichts gesagt und von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.
Das Verfahren wurde eingestellt. Der Tatverdacht gegen den Beschuldigten hat sich nicht erhärtet. Es wird aber weiter gegen Unbekannt ermittelt.
Kerstin Kutsam, Staatsanwaltschaft Wels
Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat sich der Tatverdacht gegen ihn nicht erhärten lassen. „Das Verfahren wurde eingestellt. Es wird aber weiterhin gegen Unbekannt ermittelt“, sagt Kerstin Kutsam von der Staatsanwaltschaft Wels.
Umfassend renoviert
Indessen wird die Villa umfassend renoviert. Bevor die Bauarbeiten aber überhaupt beginnen konnten, war eine mehrmonatige Trocknung notwendig, denn Mauerwerk und Holztramdecken hatten durch das Löschwasser stark gelitten.
„Ein Stück Stadtgeschichte wird gesichert“
Den Auftakt der baulichen Maßnahmen bildete die Neuerrichtung des Dachstuhls und Obergeschoßes. Die durch den Brand erheblich beschädigten darunterliegenden Etagen müssen aufwendig saniert werden. Das verantwortliche Unternehmen aus Wien betont, dass der respektvolle Umgang mit dem Gebäude Priorität hat: „Die laufenden Arbeiten tragen dazu bei, den besonderen Charakter zu bewahren und dieses Stück Stadtgeschichte langfristig zu sichern.“
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