Vertrag gekündigt

Kein Ende der Turbulenzen am Flugplatz im Almtal

Oberösterreich
09.07.2026 09:00

Dicke Luft zwischen Flugrettern und Askö Flugsportlern in Scharnstein nach der Kündigung des Pachtvertrags. Auslöser ist unter anderem eine Debatte um die Modernisierung der Infrastruktur für den Rettungshubschrauber. 

Elitär, teuer oder sogar unerschwinglich! Mit diesen Vorurteilen sehen sich die Mitglieder des Askö Flugsportvereins Scharnstein in Zusammenhang mit ihrem Hobby schon seit vielen Jahren konfrontiert. Nun aber wird der Vereinsvorstand auch als gnadenloser Rausschmeißer des Flugrettungshubschraubers Martin 3 vom Scharnsteiner Flugfeld dargestellt. „Beides stimmt schlichtweg nicht“, wehrt sich Obmann-Stellvertreter Wolfram Schönfelder gegen die Vorwürfe.

Der Askö Flugsportverein hebt seit vielen Jahren in Scharnstein ab. Zusätzlich finden auch ...
Der Askö Flugsportverein hebt seit vielen Jahren in Scharnstein ab. Zusätzlich finden auch Events für Nicht-Mitglieder oder Schülergruppen statt.(Bild: Askö Flugsport Scharnstein)

Wie berichtet, ist seit mittlerweile neun Jahren der Heli Martin 3 auf dem Flugplatz in der Almtalgemeinde stationiert, seit einiger Zeit ist das nachbarschaftliche Verhältnis aber unterkühlt. Der Standort ist laut der Betreiberfirma Heli Austria nicht mehr zeitgemäß. Er müsse mit Beteiligung des Askö Vereins modernisiert werden. Die Flugsportler winken aber ab: „Aus rechtlichen Gründen können wir uns als gemeinnütziger Verein am Umbau finanziell nicht beteiligen, so sehr wir die Zusammenarbeiten und die Bedeutung des Hubschraubers für die regionale Notfallversorgung auch schätzen“, heißt es in einem Schreiben an die Firma. Diese liebäugelt schon seit längerem mit einem neuen Standort am Bäckerberg. Politisch lehnen SPÖ, Grüne und FPÖ diesen aber ab.

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Wir haben niemanden rausgeworfen. Es gibt eine Frist für Reaktionen auf die Kündigung des Vertrags und ein Angebot für eine einvernehmliche Lösung. 

Wolfram Schönfelder, Askö Flugsportverein

Nun kündigte der Flugsportverein den Pachtvertrag mit Heli Austria. „Es ist kein Rauswurf. Bis Ende nächster Woche haben wir eine Frist für Reaktionen eingeräumt. Außerdem besteht ein Angebot für eine einvernehmliche Lösung, damit der Betrieb über mehrere Monate gewährleistet bleibt und eine geordnete Übergabe erfolgen kann“, sagt Schönfelder. Zum Vorurteil des elitären Hobbys sagt er: „Um damit aufzuräumen, ein realistisches Bild des Sports und des Berufsbilds Pilot zu zeichnen und junge Menschen für die Luftfahrt zu begeistern, hat der Verein einen Projekttag für Schulen im Umkreis von 30 Kilometern initiiert. Das Echo war enorm.“ 

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