„Krebs rausschneiden“

Trump sieht Bedrohung durch Kommunisten in den USA

Außenpolitik
09.07.2026 16:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump sieht laut eigener Aussage eine drohende Machtübernahme durch Kommunistinnen und Kommunisten. Der Kommunismus sei wie ein „Krebs, den man herausschneiden muss“, sagte er. Tatsächlich meinte er damit die Demokratische Partei.

Kommunismus lässt sich laut Trump „leicht verkaufen“. Die Anhängerinnen und Anhänger der Ideologie würden kostenlose Miete bis zum Lebensende oder Gratis-Häuser versprechen. Tatsächlich sei der nun auch in den USA drohende Kommunismus aber „eine Katastrophe“. „Es wird überall Mord und Totschlag geben“, und Menschen müssten „im Schmutz leben“, sagte der US-Präsident weiter. Daher werde er alles tun, um das zu verhindern.

Gleichzeitig verblüffte er zum Abschluss des NATO-Gipfels mit der Äußerung, dass er selbst der größte Kommunist der Geschichte wäre. „Ich stünde ganz weit oben mit Lenin“, sagte Trump über den russischen Revolutionär (1870 bis 1924). Hintergrund sind Siege linksgerichteter Politikerinnen und Politiker der Demokratischen Partei, unter anderem bei den Vorwahlen in New York.

CPUSA hat wenig Bedeutung in den USA
„Man kann Kommunist sein oder Patriot“, sagte Trump erst vor wenigen Tagen. Er verwendet den Begriff seit einiger Zeit häufiger, um linke, innenpolitische Gegnerinnen und Gegner sowie ihre Positionen zu attackieren.

Die tatsächliche kommunistische Partei in den Vereinigten Staaten ist die Communist Party USA (CPUSA), die in den 1930er- und 1940er-Jahren noch eine große Rolle spielte, unter anderem bei der Verteidigung der Rechte von Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern. Heute ist sie politisch weniger bedeutend. Ihr gelang es bisher nicht, auf der Ebene des Bundes oder einzelner US-Bundesstaaten Mandate zu erringen. Allerdings hatte die CPUSA auch nie die Möglichkeit, flächendeckend an nationalen Wahlen teilzunehmen, da sie zum Beispiel nicht die nötige Zahl an Unterstützungserklärungen vorweisen konnte.

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