Regionen verglichen

20 Cent mehr pro Liter Sprit: AK fordert Erklärung

Tirol
09.07.2026 16:19

Spritpreise sind an sich schon eine eigene Wissenschaft – dass aber der Liter Treibstoff im Tiroler Stubaital um bis zu 20 Cent teurer ist als im nahen Innsbruck, treibt den Konsumentenschützern der Arbeiterkammer die Zornesröte ins Gesicht. „Der Stubaital-Aufschlag an der Zapfsäule ist nicht nachvollziehbar“, fordert AK-Boss Erwin Zangerl Aufklärung.

Genau im Auge behalten werde die Arbeiterkammer in den nächsten Wochen die Spritpreise in ganz Tirol. Eine Auswertung der AK auf Basis von Spritpreisrechner-Abfragen habe nämlich etwa deutliche Preisunterschiede zwischen Innsbruck und dem Stubaital ergeben. 

AK will es jetzt genau wissen
Wer im Stubaital tankt, zahle demnach 15 bis 20 Cent pro Liter mehr als an den günstigsten Tankstellen in Innsbruck. „Wir fordern nun Aufklärung, wie diese Preisunterschiede zustande kommen. Ob Einheimische und Gäste in tourismusstarken Regionen wie dem Stubaital Wucherpreise an der Zapfsäule in Kauf nehmen müssen oder ob es nachvollziehbare Begründungen für diese Preisunterschiede gibt, wollen wir jetzt genau wissen“, betont Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl.

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Wir fordern nun Aufklärung, wie diese Preisunterschiede zustande kommen.

Tirols AK-Boss Erwin Zangerl

Verglichen wurden laut AK im Zeitraum 29. Juni bis 7. Juli die jeweils günstigsten erhobenen Tagespreise für Diesel und Eurosuper in Innsbruck und im Stubaital. „Der günstigste Dieselpreis lag im Stubaital im Durchschnitt bei 1,897 Euro pro Liter und damit um 19,3 Cent pro Liter über dem günstigsten Vergleichspreis in Innsbruck. Bei Eurosuper betrug der durchschnittliche Abstand 15 Cent pro Liter“, schildert die AK.

Fast 10 euro mehr für Tankfüllung
Für eine 50-Liter-Tankfüllung bedeute das Mehrkosten von rund 9,65 Euro bei Diesel und rund 7,50 Euro bei Eurosuper. „Für Arbeitnehmer, Pendler und Familien, die regelmäßig auf das Auto angewiesen sind, ist das keine Kleinigkeit. Wer mehrmals im Monat tanken muss, zahlt rasch deutlich drauf. Auf das Jahr hochgerechnet ergeben sich bei einer durchschnittlichen Jahreskilometerleistung von 12.000 für einen Stubaier Autofahrer Mehrkosten von 126 bis 139 Euro“, rechnen die Konsumentenschützer vor.

AK-Boss Zangerl fordert Aufklärung: „Die Menschen im Stubaital dürfen nicht still und leise zur Kasse gebeten werden. Wenn Diesel und Benzin deutlich teurer sind als in Innsbruck, dann braucht es dafür nachvollziehbare Erklärungen. Pauschale Hinweise auf Standort, Transport oder Tourismus reichen bei Preisunterschieden von teils rund 20 Cent pro Liter nicht aus.“

Generell dürfe es gerade in Tälern und ländlichen Regionen keinen stillen Teuerungsaufschlag beim Tanken geben.

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