Per Unterlassungsklage verlangt der Obmann des Vereins „Ein Herz für Wildtiere“ von der Tierschutzbeauftragten des Ortes, Pamela Zezula-Dettmann, nicht über den Umzug in den Nachbarort zu berichten. Diese hält sich daran und nennt nun Gloggnitz als erste Anlaufstelle für Wildtiere.
Der Streit zwischen Peter Werbik vom Verein „Ein Herz für Wildtiere“ und der für Tierschutz zuständigen Gemeinderätin Pamela Zezula-Dettmann geht in die nächste Runde. Auslöser ist diesmal ein Beitrag in der aktuellen Gemeindezeitung, in dem Tierfreunde aufgefordert werden, verletzte Wildtiere nach Gloggnitz, Bezirk Neunkirchen, zu bringen. Für Werbik völlig unverständlich – schließlich betreibt er gemeinsam mit seiner Frau Carina nach wie vor eine Wildtierstation in Steinabrückl.
Der Konflikt schwelt bereits seit Monaten. Nachdem Werbik seine Wildtierstation in der Glanzgasse in Steinabrückl aufgeben musste, fand er in Piesting ein neues Domizil. Dass Zezula-Dettmann über den Umzug informierte, missfiel ihm – obwohl er selbst auf Facebook regelmäßig über das neue Refugium berichtete.
Die Fronten verhärteten sich schließlich so sehr, dass Werbik der Gemeinderätin eine Unterlassungserklärung zustellen ließ. Sie solle, so die Forderung, „die wiederholte Verbreitung unrichtiger Angaben über unseren Verein unverzüglich unterlassen“.
Genau deshalb verzichtet Zezula-Dettmann nun bewusst darauf, Werbiks Wildtierstation in der Gemeindezeitung zu erwähnen. „Er hat mir persönlich untersagt, über ihn zu berichten“, erklärt sie. Eine Zusammenarbeit sei zuletzt immer schwieriger geworden. Für zusätzlichen Unmut sorgt bei Zezula-Dettmann, dass Werbik in derselben Gemeindezeitung eine ganze Seite für seinen Verein erhielt. „Das hat er sicher nicht kritisiert“, sagt sie. Trotz aller Differenzen hofft sie, dass sich mit dem geplanten neuen Tierheim die Zusammenarbeit im Sinne der Tiere wieder verbessert.
Tiere werden weiterhin im privaten Wohnhaus gepflegt
Derzeit versorgt Werbik verletzte Wildtiere weiterhin in seinem Privathaus in Steinabrückl, das auch weiterhin als Vereinsstandort dient. Laut ihm ist alles mit dem zuständigen Amtstierarzt abgestimmt. Für den neuen Standort in Piesting liegen zwar die Genehmigungen vor, vor der Übersiedlung sind jedoch noch einige Sanierungsarbeiten notwendig. Aber auch dann soll Steinabrückl weiterhin erste Anlaufstelle für verletzte Wildtiere bleiben.
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