In Wöllersdorf-Steinabrückl soll ab 2027 mit dem Bau eines zusätzlichen, modernen Tierschutzhauses begonnen werden. Damit wird das in die Jahre gekommene Haus in Vösendorf bei Wien entlastet.
In Wöllersdorf-Steinabrückl, Bezirk Wiener Neustadt, entsteht ab dem kommenden Jahr ein neues Zuhause für Tiere in Not. Auf einem vier Hektar großen Areal soll am Ortsrand eine moderne Außenstelle des Tierschutzhauses Vösendorf errichtet werden. Plan ist, rund die Hälfte der derzeit etwa 2.600 betreuten Tiere – von Hunden und Katzen über Wildtiere bis hin zu Reptilien – künftig hier unterzubringen.
Immer mehr Tiere, vor allem auch Wildtiere, brauchen Hilfe
Hintergrund ist die zunehmende Belastung des Tierschutzhauses in Vösendorf, das nicht nur aus allen Nähten platzt, sondern auch mit baulichen Mängeln zu kämpfen hat. Gleichzeitig steigt die Zahl verletzter und hilfsbedürftiger Tiere seit Jahren. Warum das so ist, erörtert Tierschutz-Austria-Präsidentin Madeleine Petrovic anhand eines eigenen Beispiels aus ihrer Kindheit: „Wenn früher ein Vogel aus dem Nest fiel, sagte meine Oma, lass ihn, die nächste Katze oder der nächste Fuchs freut sich darüber“. Heute wird jedes Tier gerettet. Und die Pflege ist oft zeitraubend.
Jungvögel, die heute aus dem Nest fallen, werden gerettet und müssen alle 15 Minuten mit einer Pipette per Hand gefüttert werden.
Tierschutz-Austria-Präsidentin Madeleine Petrovic
Kostenpunkt: Zwischen zehn und 20 Millionen Euro
In Wöllersdorf soll nun ein modernes Vorzeigeprojekt mit nachhaltigem Energiekonzept entstehen. Geplant sind unter anderem Erdwärme, Photovoltaik, eine Tierpension sowie Bereiche für Schulklassen und Besucher. Die Investitionskosten werden zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegen.
Bürgermeister Florian Pfaffelmaier steht voll hinter den Plänen: „Wir schaffen damit ein Vorzeigeprojekt hier in unserer Region“. Für tausende Tiere bedeutet das Projekt vor allem eines: mehr Platz, bessere Versorgung und eine neue Chance auf ein sicheres Zuhause.
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