Mit dem Solidaritätsfonds, einer finanziellen Beihilfe, erhalten auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien die Chance, unbeschwerte Urlaubstage zu verbringen.
Die Sommerferien bieten Gelegenheit, Neues auszuprobieren und Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen. Doch so groß und vielfältig das Angebot an Feriencamps im Burgenland auch ist, so oft stellt es Familien vor finanzielle Herausforderungen. „Jedes Kind hat das Recht auf ein bisschen Ferienzauber und auf Erlebnisse, von denen es im Herbst voller Stolz im Kreis der Schulkameraden erzählen kann. Als Vater berührt es mich tief, wenn finanzielle Sorgen der Eltern die unbeschwerte Kindheit überschatten“, sagt Soziallandesrat Leonhard Schneemann.
Verlässliche Unterstützung
Damit die Teilnahme eines Kindes an einem Camp nicht am Einkommen der Eltern scheitert, bietet das Land mit dem Solidaritätsfonds eine verlässliche Unterstützung. Mit einem Zuschuss von bis zu 126 Euro pro Kind wird für eine spürbare Entlastung gesorgt und die soziale Teilhabe aller jungen Burgenländer gesichert.
Die Hilfe orientiert sich an fairen, sozial ausgewogenen Einkommensgrenzen, um gezielt einkommensschwächere Haushalte zu unterstützen. Für Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher gilt eine Netto-Einkommensgrenze von 1.498 Euro, für Familien liegt der Deckel bei 2.001 Euro. Insgesamt ist der Topf des Fonds für das laufende Jahr mit 100.000 Euro dotiert.
„Unbürokratische Abwicklung“
„Wir wissen, dass das Ansuchen um Unterstützung Mut erfordert und oft mit unbegründeter Scham behaftet ist. Deshalb ist uns eine unbürokratische und absolut vertrauliche Abwicklung über die Bezirkshauptmannschaften ein Herzensanliegen. Niemand muss sich rechtfertigen. Für den Antrag reichen die Anmeldung zum Camp und die Einkommensnachweise der letzten drei Monate“, so Schneemann.
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