Aufreger vor dem Achtelfinal-Duell zwischen Mexiko und England: Church of England und Mexikanische Bischofskonferenz sind sich einig, dass sportlicher Erfolg nicht über allem steht.
Beinahe wäre das Spiel aus dem Ruder gelaufen! Paraguays respektloser Auftritt gegen Frankreich sorgt nach wie vor für Diskussionen. Buchstäblich jedes Mittel war den Südamerikanern recht, um sich den WM-Viertelfinaleinzug zu sichern.
Auch vor dem Duell zwischen England und Mexiko im Aztekenstadion auf 2200 Metern Höhe ist die Stimmung im WM-Gastgeberland aufgeheizt. Vor dem Hotel der englischen Nationalmannschaft kam es zu einem Polizeieinsatz, nachdem mexikanische Fans Lärm machten, um die Spieler zu stören. Zur Mäßigung riefen nun die Kirchen der beiden Länder auf.
„Wir haben Jesus Christus als unseren Kapitän“, sagte etwa der mexikanische Vorsitzende der Bischofskonferenz Ramon Castro Castro in einer Predigt. Wie im Fußball könne auch die Kirche ihre Sendung nur als Team erfüllen.
Entscheidend seien Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und die gemeinsame Ausrichtung auf ein Ziel. Die Botschaft verzichtete bewusst auf Durchhalteparolen oder Siegeswünsche für „El Tri“, Mexikos Fußball-Nationalmannschaft.
Die „Church of England“ veröffentlichte ein offizielles WM-Gebet – mit einer Prise britischen Humor. Darin wird Gott nicht um Siege für England gebeten, sondern um Freude am Spiel, gegenseitigen Respekt und Gelassenheit – selbst angesichts verschossener Elfmeter oder umstrittener VAR-Entscheidungen.
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