Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht haben Sie auch jene verstörenden Bilder aus einem Stall im Raum Bregenz gesehen, welche der Verein gegen Tierfabriken jüngst öffentlich gemacht hat: Völlig verdreckte Rinder, die knöcheltief im eigenen Kot stehen und das noch dazu in einem Stall, der eher wie ein dunkles Loch anmutet. Die Fotos haben – wieder einmal – eine Diskussion über die Tierhaltungsbedingungen in der Vorarlberger Landwirtschaft ausgelöst. Meine Kollegin Sonja Schlingensiepen hat sich mit der Schlinser Tierärztin Gaby Cepicka, die sich auf Großtiere spezialisiert hat, getroffen, um mit ihr über die Zustände in Vorarlbergs Ställen zu sprechen. Zum konkreten Fall wollte sich die Expertin nicht äußern, sehr wohl aber zu den generellen Haltungsbedingungen in Vorarlberg. Ein generelles Defizit ortet sie nicht: „Etwa zehn bis 15 Prozent aller Vorarlberger Betriebe sind absolute Vorzeigehöfe, die keine Kosten scheuen. Die anderen machen ihre Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten recht ordentlich.“ Und wenn es einmal Tierschutzprobleme gebe, dann meist aus Überforderung – und nicht aus Bösartigkeit: „Landwirte stehen unter einem enormen finanziellen, arbeitszeitlichen und oft auch familiären Druck. Viele führen den Hof nur noch im Nebenerwerb: Sie stehen um fünf Uhr morgens im Stall, gehen arbeiten, versorgen danach wieder die Tiere und sind irgendwann am Ende ihrer Kräfte.“ Lesen Sie das ganze Interview in der heutigen Sonntagsausgabe der „Krone Vorarlberg“. Machen Sie's gut und bleiben Sie gesund! Herzlichst, Emanuel Walser
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