Große Trauer um Sam Neill: Der „Jurassic Park“-Star ist im Alter von 78 Jahren überraschend gestorben, wie auf seinem Instagram-Account bekannt gegeben wurde.
Auf dem Instagram-Account des Schauspielers trauert die Familie um Sam Neill. „Mit großer Trauer teilt die Whānau (Whānau ist ein Begriff aus der Sprache der Māori in Neuseeland und bedeutet primär Familie) von Sam Neill mit, dass er am Montag, dem 13. Juli, in Sydney, Australien, verstorben ist“, hieß es dort.
Und weiter: „Sam war von seiner Familie umgeben und ist mit der Würde von uns gegangen, die sein ganzes Leben geprägt hat.“
Sehen Sie hier die bewegende Nachricht, die die Familie zum Tod von Sam Neill veröffentlicht hatte:
Der Hollywoodstar kämpfte gegen den Blutkrebs, gab aber im April bekannt, dass er krebsfrei sei. Umso tragischer ist für die Familie nun der Tod des 78-Jährigen, wie es weiter heißt: „Der Verlust kam plötzlich und unerwartet, wurde jedoch durch die Tatsache getröstet, dass Sam krebsfrei blieb.“
Chemotherapie als steter Begleiter
Neill hatte 2023 seine Leukämieerkrankung öffentlich gemacht. In seiner Autobiografie „Did I Ever Tell You This“ schrieb er, dass er seit März 2022 wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms behandelt und möglicherweise daran sterben werde.
In einem Interview mit dem „Guardian“ sagte Neill damals, dass er sich trotz Behandlungserfolgen bis zum Ende seines Lebens Chemotherapie unterziehen werde. „Ich kann nicht so tun, als ob das letzte Jahr nicht seine dunklen Momente hatte“, sagte Neill in dem Interview. Er sei „dankbar für jeden Tag und unermesslich dankbar für alle meine Freunde“.
Rolle des Dr. Alan Grant machte Neill weltweit berühmt
Die Rolle, die Sam Neill weltweit berühmt machte, spielte er vor mehr als 30 Jahren als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“. In dem Dinosaurier-Blockbuster von 1993 nach Michael Crichtons Erfolgsroman „Dino-Park“ kämpfte er an der Seite von Laura Dern und Jeff Goldblum gegen die Riesenechsen.
Im selben Jahr begeisterte der Neuseeländer auch in der emotionalen Dreiecksgeschichte „Das Piano“ im Neuseeland des 19. Jahrhunderts. In Jane Campions Film verkörperte er einen verklemmten Mann in einer arrangierten Ehe mit einer stummen Engländerin (Holly Hunter), die sich in den Nachbarn (Harvey Keitel) verliebt.
Talent in Dutzenden Filmen bewiesen
Er war nie der ganz große Star, trotz seiner enormen Bandbreite und Wandlungsfähigkeit. Doch sein Talent konnte er in Dutzenden Filmen an der Seite von Hollywoodgrößen beweisen. Er war Meryl Streeps Leinwand-Ehemann in dem Drama „Ein Schrei in der Dunkelheit“ (1988), mit Sean Connery machte er „Jagd auf Roter Oktober“ (1990), für Wim Wenders ging er 1991 „Bis ans Ende der Welt“.
Robert Redford holte ihn für „Der Pferdeflüsterer“ (1998) vor die Kamera, mit Stallone & Schwarzenegger drehte er den Action-Thriller „Escape Plan“ (2013). In diesem Jahr war Neill in dem Sci-Fi-Thriller „MindGamers“ zu sehen.
An seiner Seite fiel auch Nicole Kidman erstmals dem internationalen Kinopublikum auf. In dem australischen Thriller „Todesstille“ (1988) spielte sie – damals gerade Anfang Zwanzig – die Ehefrau eines älteren Mannes (Neill), die auf einer Segelyacht von einem psychopathischen Kidnapper (Billy Zane) terrorisiert wird. Hollywoods Superstar Tom Cruise wurde auf die rothaarige Schönheit aufmerksam und heuerte Kidman für „Tage des Donners“ an.
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