Der Soziallandesrat schließt Stellen der Elternberatung. Während Wolfgang Fürweger davon spricht, effizienter werden zu wollen, hätte der Gemeindebund die derzeitige Lösung behalten wollen. Denn so müssen Eltern wohl bald weitere Wege zurücklegen. Fürweger widerspricht dem...
„Wir wollen mehr PS auf die Straße bringen“, sagt Wolfgang Fürweger. Was er damit meint? Als Soziallandesrat stellt er gerade die Elternberatung auf neue Beine. Über 50 Beratungsstellen für Eltern, die Hilfe brauchen, gibt es im Land. 23 davon sollen aufgelassen werden.
Von Einsparung könne aber laut Fürweger keine Rede sein: „Wir wollen effizienter werden. Wir stärken die höher frequentierten Standorte und lassen die auf, wo keine oder wenige Menschen gekommen sind.“ Zudem würden knapp 4000 Beratungen direkt bei den Eltern zu Hause geführt. Diesen Bereich will der FPÖ-Landesrat stärken. Dafür wolle er, so es das knappe Budget zulässt, auch Personal aufstocken.
Die Streichung der Beratungsstellen hat Manfred Sampl als Salzburger Gemeindebund-Chef zur Kenntnis genommen: „Fürweger kann das als Landesrat natürlich machen. Die Beratung, wie sie jetzt ist, mit mehr Stellen in den Gemeinden hat aus unserer Sicht gut gepasst.“ Er sieht künftig längere Anfahrtswege für manche Eltern zukommen.
Deutlicher mit Kritik wird die SPÖ-Fraktion. Bettina Brandauer poltert: „Anstatt personelle Engpässe in der Kinder- und Jugendhilfe aufzustocken, wird nun die niederschwellige, präventive Elternberatung für alle Familien umstrukturiert, um diesen Mangel im System zu kaschieren.“
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