„Reaktion überzogen“

Goldpreis steigt, doch Experte warnt vor Euphorie

Wirtschaft
03.07.2026 16:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einem deutlichen Absacker hat der Goldpreis am Freitag wieder zugelegt. Das Edelmetall stieg auf 4169,83 Dollar (3.658,07 Euro) je Feinunze (rund 31,1 Gramm). Das waren 51 Dollar oder 1,24 Prozent mehr als am Vortag. Am Dienstag war der Preis noch unter 4000 US-Dollar gelegen. Ein Experte hält die Preisreaktion allerdings für „überzogen“.  

Aufwind hat der Goldpreis durch den am Donnerstag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht erhalten. Dieser war schwächer als erwartet ausgefallen. So wurden die Erwartungen für eine Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank gedämpft. Zudem hat der gesunkene Dollarkurs den Goldpreis gestützt. Schließlich wird Gold in Dollar gehandelt.

Experte hält Preisreaktion für „überzogen“
Commerzbank-Experte Carsten Fritsch hält die Preisreaktionen beim Gold jedoch für „überzogen“, da der Markt weiterhin mit einer Zinserhöhung in den USA rechne. Allerdings sei der Preisrückgang zuvor auch deutlich stärker gewesen als es allein mit der Veränderung der Zinserwartungen hätte erklärt werden können. „Der Preisanstieg ist somit auch eine Gegenbewegung auf den zuvor überzogenen Preisrückgang“, schreibt Fritsch. Im zweiten Quartal habe der Goldpreis um 14 Prozent nachgegeben, was dem stärksten Quartalsverlust seit 13 Jahren entspreche.

Bodenbildung bei 4.000 Dollar?
„Es zeigte sich auch, dass Preisrückgänge unter 4000 US-Dollar nur von kurzer Dauer sind, was für eine Bodenbildung spricht“, schreibt Fritsch. „Solange die Zinserhöhungserwartungen nicht mehr nennenswert zunehmen, dürfte Gold nicht weiter fallen.“

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