


Er war slawischer Herzog in Karantanien und gilt als Gründer von Millstatt: Vor 20 Jahren wurde Domitian ein Pilgerweg gewidmet, der zu schönen Aussichtspunkten führt. Seit 2011 wird der Domitianweg ökumenisch begangen, auch am Samstag, 4. Juli.
Vor 20 Jahren wurde der Domitianweg eröffnet, der über 16 Kilometer von der Domitianstatue in Millstatt über den Kreuzweg zur Kalvarienbergkapelle, zur Pfarrkirche Obermillstatt und zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Matzelsdorf, zum Hohen Kreuz und zur Stiftskirche von Millstatt führt.



Die großen Lebensfragen der Menschheit begleiten die Pilger auf dem Domitianweg: Die sechs Stationen fragen in drei Teilstrecken: Wer bin ich? Warum gehe ich? Wohin führen meine Schritte? Dazu gibt es auf 25 Tafeln Psalmtexte als Impulse.
Wer aber war Domitian?
Domitian lebte zur Zeit Kaiser Karls, also im achten Jahrhundert, war ein slawischer Adeliger, der als Herzog die Menschen zum christlichen Glauben führte und die heidnische Götzenverehrung auslöschte. Dies ist auch Thema der Legende und die „mille statuae“, die tausend Statuen: Domitian soll aus einem bestehenden Kultgebäude die Statuen der angebeteten Götter zerstört, in den See geworfen und das Haus zur Kirche gemacht haben. Von diesen „mille statuae“ soll der Ortsname Millstatt stammen. Dass die erste Kirche in Millstatt um 800 erbaut wurde beweisen zahlreiche karolingische Flechtwerksteine.
Domitian wurde verehrt, ihm wurden Wunder nachgesagt. Sein Gedenktag ist der 5. Februar.
Führungen durch die Stiftskirche, die Domitiankapelle und den Kreuzgang locken bis 26. August jeden Mittwoch um 11 Uhr - Treffpunkt unter der Linde im Stiftshof (keine Anmeldung; 8 Euro).
Ökumenischer Pilgertag
Zum Jubiläum geht das Pilgerreferat der Diözese Gurk mit Interessierten am Samstag, 4. juli, den Domitianweg: Bischof Josef Marketz wird die Pilgerinnen und Pilger von Millstatt (Treffpunkt: 8 Uhr bei der Domitianstatue im Schillerpark) nach Matzelsdorf begleiten, wo er um 12 Uhr den renovierten Dorfbrunnen segnen wird. Von der evangelischen Kirche ist Pfarrer i. R. Jürgen Becker mit auf dem Weg.
Von Matzelsdorf pilgert die Gruppe weiter zum Hohen Kreuz am östlichen Ortseingang von Millstatt und anschließend zur Stiftskirche.
Den feierlichen Abschluss bildet um 16 Uhr eine ökumenische Andacht mit dem Millstätter Provisor Slawomir Czulak SCJ und Seniorin Dagmar Wagner-Rauca, Pfarrerin der evangelischen Pfarre Unterhaus-Millstätter See.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.