Politikerin-Mutter tot
Brandanschlag: Drei Verdächtige im Visier
Nach den Brandanschlägen auf Politiker-Wohnhäuser in der griechischen Hafenstadt Thessaloniki, bei der eine Frau getötet worden ist, konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Auswertung von Videoaufnahmen. Die Anti-Terror-Einheit hat derzeit drei Verdächtige im Visier.
Auf Aufnahmen von Überwachungskameras sollen zwei Verdächtige auf einem Motorrad zu sehen sein, die die Brandsätze platziert haben. Ein weiterer Motorradfahrer soll Schmiere gestanden sein. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verurteilte den Anschlag scharf. „Keine Toleranz gegenüber Blutvergießen und dem spaltenden Extremismus“, erklärte der konservative Politiker. Der Staat werde alles unternehmen, um die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.
Politisch motivierte Gewalt in Griechenland
Bei einem der drei Anschläge mit selbst gebauten Sprengsätzen in den frühen Morgenstunden des Mittwochs gerieten Fahrzeuge in der Garage eines Wohnhauses in Brand. Die Mutter der Regierungspolitikerin Aphrodite Nestora erlitt dabei tödliche Verbrennungen. Vier Menschen wurden verletzt, darunter die Politikerin selbst, ihr Vater sowie zwei weitere Bewohner des Gebäudes.
Griechenland wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von terroristischen Anschlägen und politisch motivierter Gewalt erschüttert. Während die meisten früheren Terrorgruppen inzwischen zerschlagen wurden, verüben militante Gruppen aus dem autonomen Spektrum weiterhin regelmäßig Brand- und Sprengstoffanschläge. Ziele sind häufig Politiker, Behörden, Polizeidienststellen, Banken oder Unternehmen.










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