Sie hofften, das schnelle Geld zu machen, doch ein dreistes Duo hatte rasch ausgespielt. Die beiden Verdächtigen, zwei junge Männer im Alter von 23 und 24 Jahren hatten geplant, eine hochpreisige Geige zu verkaufen, die einer der beiden in einem Zugabteil gefunden hatte.
Der ältere der beiden Verdächtigen hatte als Reinigungskraft in einem Zug beim Wiener Hauptbahnhof den Fund gemacht. Er entdeckte auf der Gepäckablage den Geigenkoffer samt Zubehör – doch statt ihn zum Fundbüro zu bringen, behielt der 24-Jährige das gute Stück.
Und ließ es bei einem Geigengeschäft schätzen. Der Wert der Geige samt Zubehör: 27.000 Euro. Viel Geld, weshalb sich der Verdächtige dazu entschloss, das Streichinstrument zu verkaufen. Dazu holte sich der verdächtige Serbe einen 23-jährigen Österreicher mit ins Boot, versprach ihm einen Teil des Verkaufserlöses.
Duo hatte nicht an alles gedacht
Das Duo wollte daraufhin dem Geigenhersteller am Mittwoch gegen Mittag einen Besuch abstatten, um dort das Instrument zu verkaufen. Die Rechnung hatten die Männer aber nicht mit der Besitzerin der Violine gemacht. Denn die 59-Jährige hatte nicht nur den Hersteller über den Diebstahl der Geige informiert, sondern auch gleich die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet.
Auch der Hersteller meldete sich umgehend bei der Polizei, als sich das Duo für den Verkauf ankündigte: „Polizisten des Stadtpolizeikommandos Favoriten nahmen den 23-Jährigen im Geschäft und den 24-Jährigen unmittelbar davor fest“, so Polizeisprecher Markus Dittrich.
Die beiden Verdächtigen legten ein Geständnis ab. Sie wurden auf freiem Fuß wegen des Verdachts des schweren Diebstahls sowie der versuchten Hehlerei angezeigt.
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