Jahresbilanz 2025

Schloss Schönbrunn boomt: Der Kaiser als Zugpferd

Wien
01.07.2026 11:40

Der Kaiser als Zugpferd: Schönbrunn blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. 97,3 Millionen Euro Umsatz, Rekord bei den Besucherzahlen – jetzt fließen fast 15 Millionen Euro in Restaurierungen, neue Ausstellungen und den Ausbau des Sisi Museums.

Die Kassen klingeln und das kommt Österreichs imperialem Erbe zugute. Die Schönbrunn Group blickt nämlich auf ein Rekordjahr zurück: 5,26 Millionen Besucher (die Meisten aus Deutschland, Italien und den USA) strömten 2025 in Schloss Schönbrunn, Sisi Museum, Möbelmuseum Wien und Schloss Hof. Der Umsatz kletterte auf 97,3 Millionen Euro – unterm Strich blieb ein Jahresüberschuss von 11,85 Millionen Euro. Ein Großteil davon fließt direkt in den Erhalt der historischen Anlagen – ganz ohne finanzielle Förderungen. Insgesamt investierte Schönbrunn 14,7 Millionen Euro in Bau- sowie Restaurierungsprojekte. „Wirtschaftlicher Erfolg ist für uns kein Selbstzweck. Er schafft die Grundlage dafür, Österreichs imperiales Erbe zu erhalten und weiterzuentwickeln.“, betont Geschäftsführer Klaus Panholzer.

Große Restaurierungen im Schloss
Besonders intensiv wird derzeit im Schloss Schönbrunn gearbeitet. Im berühmten Zeremoniensaal läuft die aufwendige Restaurierung der monumentalen Gemäldeserie zur Hochzeit von Erzherzog Joseph mit Isabella von Bourbon-Parma. Die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden. 

„Jede Restaurierung ist ein wissenschaftlicher Erkenntnisprozess“, erklärt Anna Mader-Kratky, ...
„Jede Restaurierung ist ein wissenschaftlicher Erkenntnisprozess“, erklärt Anna Mader-Kratky, Leiterin der wissenschaftlichen Abteilung in Schönbrunn.(Bild: Zwefo)

Bereits fertig restauriert wurde der Blaue Chinesische Salon mit seinen empfindlichen chinesischen Papiertapeten aus dem 18. Jahrhundert. Auch das Miniaturenkabinett wurde umfassend erneuert. Dabei machten Restauratoren sogar einen überraschenden Fund: Über der heutigen Holzdecke kam ein bisher verborgener historischer Stuckplafond zum Vorschein.

Sisi bekommt mehr Platz
Eines der größten Zukunftsprojekte betrifft das Sisi Museum in der Wiener Hofburg. Zwölf zusätzliche Räume erweitern die Ausstellung um rund 700 Quadratmeter. Erstmals werden auch bisher nicht öffentlich zugängliche Weißgoldzimmer sowie die Silberkammer Teil des Rundgangs. Zudem entsteht ein neues Stiegenhaus. Rund 14 Millionen Euro wurden bereits investiert. Die Wiedereröffnung ist für den 1. November 2026 geplant.

Auch Schloss Hof wird ausgebaut
Nicht nur Schönbrunn profitiert von den Investitionen. In Schloss Hof wurde ein über 2000 Quadratmeter großer Wassererlebnispfad eröffnet. Zusätzlich entstanden neue Stellplätze mit Photovoltaikanlagen. Bereits in Planung ist außerdem ein völlig neues Nächtigungsangebot mit Gästehäusern und Schwimmteich, das bis 2028 fertiggestellt werden soll.

Mit den Investitionen will Schönbrunn das kulturelle Erbe nicht nur bewahren, sondern auch für kommende Generationen attraktiver machen. Panholzer: „Wir bewahren Geschichte nicht statisch. Wir erhalten sie, machen sie zugänglich und entwickeln sie mit Verantwortung für kommende Generationen weiter.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung