Seit 1983 gibt es die Flugrettung des ÖAMTC bereits, am 14. Mai startete einer der ikonisch gelben Christophorus-Hubschrauber zum 500.000-Einsatz. Ein Grund, zu feiern. Ausruhen will man sich auf den Lorbeeren aber nicht: Neue Standorte in Suben (OÖ) und Wr. Neustadt (NÖ) stehen ebenso in den Planungen wie die Modernisierung der Flotte und Flüge bei schlechten Wetterbedingungen.
Am 14. Mai musste es ganz besonders schnell gehen. Im Nordburgenland hatte ein Patient einen neurologischen Notfall erlitten – ein Schlaganfall wurde vermutet. Da es gerade bei Schlaganfällen und Herzinfarkten um jede Sekunde geht, wurde der erst seit 2025 in Frauenkirchen (Bgld.) stationierte Christophorus 18 alarmiert. Nach erfolgreicher Reanimation wurde der Patient ins Wiener AKH geflogen – er ist auf dem Weg der Besserung. Es ist nur ein kleines Puzzleteil der täglichen Arbeit der „gelben Engel“ – und doch steht er repräsentativ für die mittlerweile mehr als 500.000 Einsätze der ÖAMTC-Flugretter.
21.650 Einsätze pro Jahr
Die Staffel wurde 1983 ins Leben gerufen – und war damals noch vorwiegend für Verkehrsunfälle zuständig. Über die Anzahl an 191 Einsätzen im ersten Jahr können CEO Marco Trefanitz und COO Klaus Schwarzenberger heute lächeln. Im Jahr 2025 stand die Flotte an 32 Helikoptern, die von 24 Stützpunkten im Land operieren, bereits bei 21.650 Einsätzen und 666.800 Einsatzminuten. 74 Piloten, 381 Ärzte, 159 Flugretter, 74 Mitarbeiter in Wartung und Technik sowie 56 in der Verwaltung stehen seither rund um die Uhr und bei fast allen Bedingungen zur Verfügung, um Patienten zu retten.
Nebelflüge gelten als nächstes Ziel
Nun also Einsatz Nummer 500.000 als neuer Meilenstein. Nicht der Einzige: als besonders entscheidend gelten nach wie vor 2001 die Übernahme von sieben Standorten des Innenministeriums und einem des Bundesheeres sowie die Einführung des 24-Stunden-Betriebes im Jahr 2017. Nun arbeitet man an technischen Möglichkeiten, um auch Flüge bei schlechten Wetterbedingungen wie Nebel zu gewährleisten. Die nächste Hubschraubergeneration des Airbus, der H140, steht schon in den Startlöchern. Man durfte bei Airbus auch bei den Anforderungen mitsprechen.
Volkswirtschaftlich rechnen sich die Einsatzkosten
Dass Hubschraubereinsätze teuer sind – im Schnitt 5000 Euro – liegt auf der Hand. Eine Studie zeigt jedoch, dass es sich auszahlt, eine 24-Stunden-Rettungsflotte zu betreiben. Und das auch volkswirtschaftlich: Für jeden Euro, den man in die Flugrettung investiert, so Trefanitz, ergibt sich ein Nutzen von zehn bis zwölf Euro, da gesundheitliche Langzeitschäden bei Patienten durch die schnelle Reaktion minimiert werden können. Das betonte auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) beim Besuch: „Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen in Not zu helfen.“ Ein Satz, bei dem auch die Flugretter zustimmend nicken.
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