Altach bei Sturm

Ein neuer Hoffnungsträger und klare Erwartungen

Fußball National
15.08.2026 15:25

„Eine hitzige Kulisse und einen starken Gegner. Wir wissen genau, was uns am Samstag in Graz Liebenau erwartet“, sagt Altachs Coach Ognjen Zaric vor dem Spiel gegen Sturm (19.30). Dem letzten und bislang einzigen Auswärtssieg (2:1) vor sieben Jahren folgten sechs Niederlagen in Liebenau, bei denen die Vorarlberger nur zwei Treffer erzielten.

 „Wir haben die Bilanz nicht bewusst angesprochen, ich weiß nur, dass wir bei Sturm eine ziemlich miserable Serie stehen haben“, erklärt Zaric. In 22 Partien holten die Rheindörfler bei den „Blackies“ nur sechs Punkte. „Wir fahren aber nicht nach Graz, um uns die Stadt anzuschauen. Wir gehen mit einem klaren Konzept ins Spiel. Und wir wissen in etwa, was uns erwartet. Allerdings wird mein Altach-Vorgänger Fabio Ingolitsch nach dem Champions League-Qualifikationsspiel rotieren. Das ändert allerdings nichts an der Qualität des Gegners“, weiß Zaric.

Apropos Vorgänger: Zaric ist seit Jänner 2026 der Ingolitsch-Nachfolger. Die Spielweise der beiden Mannschaften ähnelt sich, Zaric hat das Ingolitsch-System weitgehend übernommen aber in Nuancen, vor allem im Offensivspiel, angepasst.

Ins kalte Wasser geworfen
In den ersten Spielen hat – neben Topscorer Patrick Greil – vor allem der von Holstein Kiel ausgeliehene Niklas Niehoff schnell zu überzeugen gewusst. Ein Assist im Cup in Leobendorf, ein Assist beim Sieg gegen die WSG Tirol, obwohl der noch 21-Jährige erst kurz vor Saisonbeginn nach Altach kam. Seine Begründung ist einfach: „Ich bin ein Mensch, der auf die Mitspieler zugeht, ich will immer wissen, wie sie ticken, was sie treiben. Ich bin nicht unbedingt zurückhaltend. Ich wurde in Altach ins kalte Wasser geschmissen, ohne Vorbereitung musste ich das erste Testspiel bestreiten, dadurch war ich schnell mitten rinnen im Geschehen“, verrät Niehoff.

Passionierter Golfer
Auch abseits seiner beiden Assists machte Niehoff bislang mit seinen Sturmläufen und guten Flanken auf sich aufmerksam. Mittlerweile hat er seinen Umzug beendet, ist im Ländle angekommen, und wird bald seinem Hobby Golfspielen nachgehen. „Ich hab herausbekommen, dass es in der Umgebung tolle Golfplätze gibt, die werde ich unter die Lupe nehmen“, sagt Niehoff. Übrigens: Der letzte passionierte Golfspieler beim SCR Altach war Klubikone Hannes Aigner, der 36 Bundesligatore erzielte. Das könnte für Niehoff ein gutes Omen sein. Die Fans mögen den Deutschen schon vom ersten Spiel an – wie einst auch Aigner. 

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