Nächster Brand in NÖ

Feuer in Sortierbetrieb forderte die Einsatzkräfte

Niederösterreich
15.08.2026 16:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nicht zur Ruhe kommen derzeit die Kräfte der Feuerwehren in Niederösterreich. Nachdem die Helfer aktuell immer noch gegen Glutnester im Föhrenwald im Bezirk Neunkirchen kämpfen, mussten zahlreiche Feuerwehren in der Nacht auf Samstag auch in den Bezirk Wiener Neustadt ausrücken – eine Lagerhalle eines Kunststoff-Sortierbetriebs stand in Flammen.

Der Großbrand war in Sollenau ausgebrochen und machte einen massiven Feuerwehreinsatz nötig. Angeschlagen hatte ein Brandmelder gegen 3 Uhr morgens. In dem Kunststoff-Sortierbetrieb hatte es auch bislang unbekannter Ursache zu brennen begonnen. 

Das Feuer breitete sich rasch aus, beißender, dichter Rauch stieg auf – in der Folge wurde Alarmstufe 4 ausgerufen. „Insgesamt standen 15 Feuerwehren mit etwa 195 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und ein weiteres Ausbreiten des Brandes zu verhindern“, berichtete die Freiwillige Feuerwehr Sollenau auf Facebook. „34 Atemschutztrupps waren über Stunden hinweg im Innen- und Außenangriff im Einsatz.“ 

Gleichzeitig musste auch nach Glutnestern gesucht und diese mussten abgelöscht werden. Dazu seien Radlader und weitere schwere Gerätschaften verwendet worden, hieß es.

„Äußerst schwierig und kräftezehrend“
„Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der enormen Brandlast äußerst schwierig und kräftezehrend. Unter teilweise schwerem Atemschutz waren die eingesetzten Feuerwehrmitglieder über einen längeren Zeitraum im Einsatz“, schilderte die Freiwillige Feuerwehr Felixdorf. 

„Das ist Knochenarbeit“
Auch das Feuer im Föhrenwald in St. Egyden – das zweite innerhalb von nur einer Woche – verlangte den Helfern alles ab. Der Großbrand war am Samstag weiter unter Kontrolle. Hubschrauber brauche man derzeit nicht mehr, weil es weiterhin um das Aufspüren und Ablöschen von Glutnestern gehe, sagte Klaus Stebal vom Landesfeuerwehrkommando. „Das ist Knochenarbeit.“ Wann „Brand aus“ gegeben werden könne, sei noch nicht absehbar.

(Bild: Stefan Pölzlbauer)
(Bild: Stefan Pölzlbauer)
(Bild: Stefan Pölzlbauer)
(Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
(Bild: privat)
(Bild: APA/DIANA JAEGER)

Mehrere Leichtverletzte
Fünf Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten medizinisch an Ort und Stelle versorgt werden, teilte Notruf Niederösterreich in einer Aussendung mit. Vonseiten des Bezirkskommandos hieß es, dass vier Mitglieder leicht verletzt wurden.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) machte sich am Samstag an Ort und Stelle ein Bild von der Lage. Er bedankte sich bei den Einsatzkräften und betonte: „Jetzt stehen langwierige Nacharbeiten bei den Glutnestern an.“ Die Waldbrandgefahr im Land bleibe hoch und der laufende Einsatz zeige, wie schnell ein großflächiger Brand entstehen könne. An die Bevölkerung appellierte Pernkopf deshalb: „Bitte vermeiden wir gemeinsam alles, was die Gefahr steigert.“

Gemeinde vorübergehend evakuiert
Der Großbrand im Föhrenwald war Freitagmittag ausgebrochen und hatte einen Großeinsatz mit über 830 Feuerwehrmitgliedern und elf Hubschraubern erforderlich gemacht. Rund 64 Hektar waren laut Feuerwehr betroffen. Die Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld wurde kurzzeitig evakuiert, weil sich die Flammen in Richtung ihrer Häuser ausbreiteten. Die rund 250 Betroffenen konnten am Abend aber wieder zurück nach Hause. Das Feuer wurde gegen 18 Uhr unter Kontrolle gebracht. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung