Die TV-Show „Die große Chance“ machte die junge Musikerin „emma“ aus dem burgenländischen Bad Sauerbrunn einem breiten Publikum bekannt. Jetzt ist ihr ein echter Coup gelungen. Sie tritt am Wiener Donauinselfest auf ...
Das Donauinselfest in Wien gilt als das größte Open-Air-Festival Österreichs. Mit bis zu drei Millionen Besuchern zählt es sogar zu den größten kostenlosen Musikfestivals der Welt. Ab Freitag ist es wieder soweit: An drei Tagen werden 200 Acts auf 14 Bühnen ein abwechslungsreiches Programm bieten – darunter die Bands „Airbourne“, „Avatar“ und „Feuerschwanz“.
Mega Star-Aufgebot
Die wohl prestigeträchtigste Bühne ist die Festbühne von Hitradio Ö3, FM4 und Radio Wien. Denn hier treten traditionell die stärksten Publikumsmagneten auf. Diesmal mit dabei sind Popstar Nico Santos, Songcontest-Siegerin Katrina von „Katrina & The Waves“, die Soul-Funk-Formation „Earth, Wind & Fire“ und Schmusebarde „Nek“. Ein Ticket gelöst haben außerdem Giant Rooks, Zartmann, KAMRAD, My Ugly Clementine, Thorsteinn Einarsson und STS-Urgestein Gert Steinbäcker.
Und mittendrin in diesem hochkarätigen Line-up ist auch Emma Reithofer alias „emma“ aus Bad Sauerbrunn. Aber wie kommt’s? „Ich habe mich mit Live-Auftritt-Videos beim ,Rock the Island Contest 2026’ beworben. Hier bekommen Newcomer die Chance, die heiß begehrten Eröffnungs-Slots auf einer der Donauinselfest-Bühnen zu gewinnen“, sagt die 22-Jährige, die sich gegen 300 Bewerber durchsetzte.
Stimme einer ganzen Generation
Schon 2024 trällerte sie sich in der ORF-Castingshow „Die große Chance“ ins Finale. Im Vorjahr begeisterte sie dann mehr als 6000 Zuschauer bei der „Starnacht am Neusiedler See“: „Mein Auftritt auf der Insel wird all das toppen. Ich freue mich schon sehr darauf!“
Nach „Allein sein“, „Kaputter Käfig“, „Teil von mir“, „Fick dich“, „Perfekt sein“ und „Alien“ brachte „emma“ vor Kurzem ihre siebente Single heraus. Der Song „20irgendwas“ handelt von der Orientierungslosigkeit junger Erwachsener: „Meine Freunde finden gerade ihre Traumjobs und ziehen mit ihren Partnern zusammen, während ich nicht weiß, was ich mit meinem Leben anfangen soll“, gesteht „emma“ und spricht damit wohl vielen Jungen aus der Seele. Ihr Studium für Sportkultur und Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein hat sie abgebrochen: „Es war nicht meins.“
Sie singt gegen die innere Leere an
Doch statt zu verzweifeln, nahm sie Druck heraus. Seither läuft es wie geschmiert: „Ich biete Ninja Kids-Trainings in der Sportunion Eisenstadt an und feile weiter an meiner Musikkarriere. Am Freitag erscheint meine achte Single.“
„Gespenst“ heißt sie, und ist ihrer Zwillingsschwester gewidmet, die es nicht in diese Welt schaffte: „Schon mein Leben lang spüre ich eine innere Leere in mir, die niemand füllen kann. Ich suche meine Schwester in jeder Person. Leider vergeblich“, sagt „emma“, die deshalb vor einigen Jahren auch schon eine Psychologin konsultierte. Diese habe ihr in jedem Fall weitergeholfen, doch das Gefühl halte an: „In schwierigen Phasen nehme ich meine Schwester, wie eine Art Schutzengel war, der mich begleitet. Vielleicht finde ich sie eines Tages auch in mir selbst, wenn ich den Schmerz, die Sehnsucht und den verlorenen Teil von mir integriere.“
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