Die 75. Regierungssitzung am 30. Juni ist vorüber. Die Instandsetzung der Eishalle in Radenthein, die Bauform des Technologieparks in St. Paul, Förderungen von Milchbauern und der Schwimminitiative „schwimm dich fit“ waren unter den Anträgen, die beschlossen wurden.
Der Technologiepark in St. Paul soll aus Holz und in einem Wald gebaut werden – beschloss die Regierung Dienstagfrüh. „Wir müssen das Bauen neu denken“, weist LH-Stv. Gaby Schaunig auf Hitzewelle hin und nennt den entstehenden Technologiepark als Beispiel. Des Weiteren kündigt Schaunig an, dass das Land mit 250.000 Euro die Eis-/Nocksporthalle in Radenthein unterstützen wird. Eine Auszahlung soll in drei Raten erfolgen. Im Jahr 2026 bekommt die Sportanlage vom Land 50.000 Euro. 2027 erhält die Halle 100.000 Euro und weitere 100.000 Euro im Jahr 2028.
Transportkostenzuschuss für Milchbauern
Und auch heimische Bauern sollen in Zukunft unterstützt werden – besonders Milchbauern bekommen einen Transportkostenzuschuss. Martin Gruber: „90 Prozent der Milchbauern sind Bergbetriebe. Sie bringen ihre Milch selbst in die Sammelstellen.“ Ab dem Jahr 2026 stellt das Land ihnen einen Zuschuss von 500.000 Euro bereit.
Viele Milchbauern in Kärnten produzieren am Berg. Der Milch-Transport zu den Sammelstellen wird in Zukunft gefördert.
LH-Stv. Martin Gruber
Versicherungsprämie vom Land
Außerdem soll Betrieben weiterhin ein Unterstützungs- und Entlastungspaket in Höhe von 6,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen. „Wir müssen unsere Landwirte auch in Zukunft in Zeiten von Dürre, Hagel, Starkregen entschädigen können“, so Gruber. Die Abwicklung erfolgt wieder direkt über die österreichische Hagelversicherung und die vereinigte Tierversicherung.
Weiterhin Geld für Schwimmunterricht von Kindern
Die Kärntner Schwimmoffensive wird mit 314.000 Euro weitergeführt. „Wir haben trotz des Spardruckes dafür Geld aufgebracht“, so Landesrat Peter Reichmann.
Möglichst vielen Kindern muss es weiterhin möglich sein, dass sie früh schwimmen lernen. Im Rahmen der Initiative konnten bereits 300.000 Kinder Schwimmunterricht nehmen. Der Beschluss soll im Ernstfall Leben retten.
Die Schwimminitiative in Kärnten ist uns enorm wichtig. Wir ziehen hier gemeinsam an einem Strang.
Peter Reichmann, Landesrat
Diskussionen wegen Hitze in Schulen
Ein weiteres Thema in der Regierungssitzung war die Vorverlegung der Schulferien um zwei Wochen. „Der Juni ist der Monat, in dem Hitzewellen bereits an der Tagesordnung stehen. Ein früherer Ferienbeginn würde durchaus Sinn machen“, so Reichmann.
Eine weitreichende Maßnahme, besonders in Bezug auf das Hitzethema, ist der Einbau von Klimaanlagen bei Sanierungen von Schulgebäuden.
Schaunig: „Wir sollten uns in Zukunft fragen, wie wir bauen, um Hitze bestmöglich fernzuhalten.“ Diesbezüglich geht sie auch auf den Lebensrhythmus der Menschen an Hitzetagen ein: „Wir müssen uns anpassen“.
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