Starkregen und Blitze

Unwetter hielten Salzburgs Feuerwehren auf Trab

Salzburg
30.06.2026 08:24
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Überschwemmungen, Blitzeinschläge, Waldbrände, umgestürzte Bäume – auf die Hitze folgten heftige Gewitter! Salzburgs Feuerwehren waren am Montagabend vielerorts gefordert. In Lofer läuft derweil immer noch ein Einsatz ... 

Die Feuerwehr Lend etwa musste am späten Nachmittag wegen des starken Gewitters samt dem Löschzug Embach zum dortigen Kindergarten ausrücken. Laut Erstmeldung soll ein Blitz ins Gebäude eingeschlagen haben. Dies war falscher Alarm – doch für die Floriani gab es dennoch genug zu tun.

Im Ortsteil Gigerach drohte Wasser in den Keller eines Wohnhauses einzudringen. Gemeinsam mit den Bewohnern konnte man das Wasser umleiten und eine Barriere aus Sandsäcken errichten. Danach rückte man zur L270 aus, dort kämpfte man gegen die Überflutung der Straße sowie einen Murenabgang. Die Mure hatte die halbe Fahrbahn verlegt.  

Blitz schlug in Hochsitz ein – Waldbrand
In Mühlbach am Hochkönig verursachte ein Blitzschlag einen Waldbrand. Ein Hochsitz am Wetterriffl geriet in Brand. Das Feuer breitete sich daraufhin rasch auf ein angrenzendes Latschenfeld aus. Ein Mitglied der Feuerwehr entdeckte die Flammen und schlug sofort Alarm.

Murenabgang in Lend
Murenabgang in Lend(Bild: FF Lend)

Im Zuge der Erkundung wurde schnell klar, dass der Brand nicht mit Feuerwehrfahrzeugen erreicht werden konnte und auch zum Verlegen einer Schlauchleitung zu weit abseits lag. Der nächste mit Feuerwehrfahrzeugen erreichbare Ort war die Brandstätt-Hütte, dort platzierte sich die Einsatzleitung. Man forderte einen Hubschrauber zur Unterstützung an.

Waldbrand in Mühlbach
Waldbrand in Mühlbach(Bild: Feuerwehrn Bezirk Pongau)

Zwei Feuerwehrmänner griffen unterdessen zu einem ungewöhnlichen Mittel und machten sich mit Trial-Bikes auf den Weg zur Einsatzstelle. Zwei weitere Kameraden folgten ihnen zu Fuß. Als die Einsatzkräfte beim Brand eintrafen, brannte ein rund zehn mal zehn Meter großes, mit Latschen dicht bewachsenes Areal; das Feuer breitete sich weiter aus. Mithilfe des Polizeihubschraubers konnte man den Brand schließlich löschen. 

Einsätze im ganzen Bundesland
Auch in Lofer kämpfen die Floriani gegen einen Waldbrand. Die Gefahr ist noch nicht gebannt, auch am Dienstag war die Feuerwehr samt Polizeihubschrauber wieder im Einsatz. Ein Behälter mit Löschwasser wurde auf den Kienberg hoch über dem Ortsteil Scheffsnoth geflogen. Bezirksfeuerwehrkommandant Bernhard Kaserer: „Das Gelände ist extrem steil. Wir haben vier Feuerwehrleute und vier Bergretter im Einsatz.“ Die Feuerwehr hofft, dass die Löscharbeiten bis zur nächsten Gewitterfront abgearbeitet sein werden. 

Feuerwehrleute wurden per Polizeihubschrauber auf den Berg gebracht.
Feuerwehrleute wurden per Polizeihubschrauber auf den Berg gebracht.(Bild: Kerstin Jönsson)

Unwetter-Einsätze mit Auspumparbeiten und Blitzeinschlägen gab es auch in Dienten, Maria Alm, Saalfelden, Taxenbach und Bad Hofgastein. In Goldegg kam es zu einem Murenabgang samt Verklausung. In Siezenheim und Elixhausen stürzten wegen des heftigen Gewitters zwei Bäume um. Insgesamt rückten 203 Feuerwehrleute von zwölf Feuerwehren zu 22 Einsatzstellen aus. 

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