Kollaps etc.
Deutschland meldet immer mehr Hitzetote
In Deutschland sind am vergangenen Wochenende und am heutigen Montag regelmäßig Hitzetote gemeldet worden. Einige Menschen kollabierten beispielsweise und starben an einem Hitzeschlag. Am Sonntag wurden 41,7 Grad Celsius im deutschen Bundesland Brandenburg gemessen.
Das war der dritte Rekord in Folge. Die Hitze der vergangenen Tage forderte einige Tote. So hat ein Gartenbauer (53) am Samstag in Nordrhein-Westfalen einen Hitzeschlag erlitten. Der Mann hatte bei sengender Hitze Steine verlegt und war nach fünf Stunden kollabiert. Die „Kölnische Rundschau“ berichtete, dass er bereits eine Körpertemperatur von 43 Grad gehabt hätte, als er ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Die Ärztinnen und Ärzte konnten ihn nicht mehr retten, er starb noch in der Notaufnahme.
Im selben Krankenhaus kämpfen seit Sonntag drei weitere Menschen wegen der Hitze um ihr Leben. Am Freitag wurden Feuerwehreinsätze in Dachgeschosswohnungen in Köln gemeldet. Sieben Personen waren in einem lebensbedrohlichen Zustand zusammengebrochen und in Krankenhäuser gebracht worden. Ihre Angehörigen hatten sie nicht erreichen können und Alarm geschlagen.
Mit Hitzetod ist ein Sterbefall aufgrund deutlich erhöhter Außentemperatur oder direkter Sonnenbestrahlung gemeint. Beispiele sind der Tod durch Austrocknung, Kreislaufversagen oder einen Hitzeschlag.
Hier sehen Sie ein Posting der Feuerwehr zu den Einsätzen in Köln:
Badegäste retteten Schwestern
Wie berichtet, kamen zudem einige Buben und Männer bei Badeunfällen ums Leben. Darunter sind etwa ein 70-Jähriger, der leblos in der Ostsee trieb, und ein 42-Jähriger, der von einer Gruppe in einem Schlauchboot im Jungfernheideteich in Berlin entdeckt wurde.
Viele Deutsche sind aktuell auch in Krankenhäusern, darunter mehrere Kinder. In Trebgast in Bayern ist ein Vater seinem kleinen Sohn (5) ins Wasser hinterhergesprungen, nachdem ihm Badegäste gesagt hatten, dass dieser tauchen gehen wollte. Wie die „Bild“-Zeitung am Montag berichtete, habe der Bub reanimiert werden müssen und sei nun in einem Krankenhaus. Auch zwei Schwestern (15, 20) in Bayern wurden aus einem Baggersee gerettet. Zwei Männer hörten ihre Hilferufe, zogen sie aus dem Wasser und leisteten Erste Hilfe. Die 15-Jährige war zwischenzeitlich in Lebensgefahr.
Auf die Hitze folgten am Wochenende und Montag schließlich Unwetter und Waldbrände. Betroffen waren unter anderem Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In Brandenburg kam ein 58-Jähriger bei Starkregen von der Fahrspur ab, prallte in die Leitplanke und verletzte sich schwer.
So geht Italien mit der Hitze um
Am Wochenende meldeten auch viele andere europäische Länder Hitzerekorde, darunter Tschechien (41,9 Grad Celsius) und Polen (40,5 Grad Celsius). Frankreich verzeichnete ebenfalls viele Hitzetote. Italien meldete Hitze im Süden und Unwetter im Norden. Viele Städte in Österreichs Nachbarland bieten bereits freien Eintritt in Schwimmbäder, klimatisierte Bibliotheken und Co an, um besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Auf diese Weise wolle man hitzebedingte Notfälle verhindern und die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, hieß es. Der kostenlose Zugang zu Museen und Schwimmbädern gilt in Mailand beispielsweise für Kinder und ältere Menschen ab 65 Jahren.
In Italien waren am Wochenende Temperaturen um die 40 Grad gemessen worden. Ab dieser Woche soll es wieder kühler werden. In Deutschland sind die Temperaturen bereits auf knapp unter 30 Grad gesunken.











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