Sensationell, grandios, großartig: Die Nachricht, dass unsere Kollegin Jasmin Gaderer als Jurorin der Golden Globes aufgenommen wurde, sorgte für Jubel in der Redaktion. Jasmin, wir gratulieren dir von ganzem Herzen!
Jasmin Gaderer steht nicht gerne im Rampenlicht – diese Geschichte wollte sie daher „klein im Blatt verstecken“. Doch wir überrumpeln sie hiermit und haben uns dafür entschlossen, die 42-jährige Oberösterreicherin vor den Vorhang zu holen. Jasmin Gaderer, die quirlige, zielstrebige, immer neugierige und völlig organisierte „Krone“-Redakteurin wurde immerhin in das internationale Jury-Team der Golden Globes aufgenommen. Damit sicherte sie sich als österreichische Vertreterin einen der begehrten Plätze – weltweit sind es etwa 400.
Eine Allrounderin mit viel Gespür und Charme
Die Frau aus St. Lorenz am Mondsee im Salzkammergut machte ihre ersten journalistischen Schritte nach ihrem Kommunikationswissenschaften- und Kunstgeschichtestudium 2006 in der Oberösterreich-Redaktion der „Kronen Zeitung“ (siehe auch Kommentar des Chefredakteurs unten).
Bis sie Unterhaltungschef Norman Schenz schließlich vor drei Jahren ins Haupthaus nach Wien holte. Zuständig für TV und Medien mischt sie seither mit ihrem oberösterreichischen Charme aus dem Hintergrund so richtig auf, nie polternd oder fordernd.
Schenz streut ihr Rosen: „Jasmin hat von Anfang an ihren Platz im Team eingenommen, ausgebaut und somit alle Erwartungen ohnehin übertroffen. Sie sieht über den medialen Tellerrand hinaus, ist bei brenzligen Stiftungsratssitzungen im ORF genauso dabei wie bei den Filmfestspielen von Venedig, wo sie für die ,Krone‘ regelmäßig Weltstars trifft. Star-Allüren? Wird man bei ihr nie erleben: Jasmin ist dem Journalismus verpflichtet, Teamplayerin durch und durch!“
Die Golden Globes wurden 1944 erstmals vergeben und zeichnen jedes Jahr die besten Film- und Fernsehproduktionen aus. Es handelt sich um die zweitwichtigsten Branchenpreise nach den Oscars – die „Globes“ gelten daher auch als richtungsweisend für die Academy in Hollywood.
Die Jury besteht aus internationalen Journalisten, die einen Bewerbungsprozess durchlaufen müssen und bereits jetzt beginnen, die Anwärter auf die nächsten Awards zu sichten. Deren Verleihung findet dann am 10. Jänner 2027 in Los Angeles statt.
Sogar Leumundszeugnis nötig
Zurück zu Gaderers „Globes-Plan“: Vor ein paar Monaten war für die reisefreudige Journalistin wieder mal Zeit für etwas Neues. Sie dachte sich – „Heast, i probier’s ganz einfach, goi“ – und bewarb sich als Award-Jurorin. Zig Artikel mussten ins Englische übersetzt und der Beweis angetreten werden, dass sie international vernetzt ist, Stars und Sternchen getroffen und interviewt hat. Zu guter Letzt musste die 42-Jährige noch ein Leumundszeugnis vorlegen. Da sie, jetzt auch behördlich bestätigt, „eine weiße Weste“ vorzuweisen hatte, stand der Mitgliedschaft nichts mehr im Weg.
Vom Mondsee nach Hollywood: Auf geht’s für die Allrounderin, die zuletzt gemeinsam mit ihrem Kollegen Robert Fröwein und dem Unterhaltungsteam als Organisationsoberhaupt den Song Contest sowie die ORF-General-Wahl für die „Krone“ schupfte. Einziger Wermutstropfen: An der pompösen Golden-Globes-Preisverleihung für Film und Fernsehen im Jänner 2027 wird Gaderer nicht persönlich teilnehmen. „Das ist leider nicht vorgesehen“, sagt sie wehmütig.
Aber abwarten. Gut möglich, dass unser „Hidden Star“, sprich unser „Versteckter Stern“, zu dem sie vom „Österreichischen Journalisten“ gekürt wurde, eine Möglichkeit findet, an einem der runden Tische beim begehrten Award-Dinner in Hollywood Platz zu nehmen.
So jung wirkt sie – und arbeitet doch schon mehr als 20 Jahre als Journalistin bei der „Krone“. Damals, als Jasmin Gaderer bei mir in der Linzer Redaktion begann, hat sie noch jünger gewirkt, aber es soll heute noch passieren, dass sie – erst recht in jugendschutzstrengen Ländern – per Ausweis beweisen muss, bereits erwachsen zu sein.
Dabei ist sie eine g’standene Frau, eine höchst profilierte Journalistin.
Nach dem Gymnasium begann die hochgradig Kunst- und Kulturinteressierte in Salzburg ein Kunstgeschichtestudium und machte den Bachelor in Kommunikationswissenschaften.
„Ich möchte einmal in die Kultur“, hat sie schon 2006 verraten. Um dann eine journalistische Ochsentour durch fast alle Ressorts anzutreten. Ihr macht längst keiner mehr etwas vor: Nach dem Start in Politik und Wirtschaft folgten 13 Jahre als Chronik-Reporterin, Chefin vom Dienst, ehe es endlich in die Kultur ging – Ziel erreicht, Kulturchefin der „OÖ-Krone“.
Doch sie wollte mehr. Nach Wien, wo sie heute im Bereich TV und Film zeigt, was sie weiß und kann. „Ich war schon in der Schule Streberin und bin es geblieben“, hat mir Jasmin gestanden. Und das bringt die sympathische Streberin jetzt sogar nach Hollywood. Ziel erreicht? Noch längst nicht. Gratulation, Jasmin!
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