Auch Kinder betroffen

E-Scooter: 160 Anzeigen an nur zwei Tagen in Graz

Steiermark
09.08.2026 14:20

Die Grazer Polizei hat am Wochenende E-Scooter und andere Trendsportgeräte ins Visier genommen. Seit Mai gelten ja bekanntlich neue Regeln: von einer Helmpflicht für Jugendliche bis zur verpflichtenden Klingel und einer Promille-Grenze. Aber davon dürften noch nicht alle gehört haben . . . 

Am Freitag und Samstag führten Streifen der Grazer Polizei gemeinsam mit der Fahrradpolizei und einem Polizeimotorrad vermehrt Kontrollen im Stadtgebiet durch – das Ziel: E-Scooter-Fahrer. Seit 1. Mai 2026 gelten strengere Regeln. So müssen etwa alle unter 16 Jahren einen Helm tragen, bei einem E-Bike gilt die Grenze bis 14 Jahre. Außerdem sind Klingel und Blinker an den Geräten anzubringen. Es gilt eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille. Und: Ene Mitnahme anderer Personen am E-Scooter ist verboten, ebenso das Aufhängen von Rucksäcken oder Taschen am Lenkergriff. 

Selbst Kinder mit getunten Geräten unterwegs
Ist man im Stadtgebiet unterwegs, hat man oft das Gefühl, dass diese Regeln von vielen mehr als ein netter Hinweis statt als Straßenverkehrsverordnung wahrgenommen werden. Diesen subjektiven Eindruck bestätigte am Wochenende eine Schwerpunktkontrolle der Polizei: An nur zwei Tagen wurden insgesamt 160 Verstöße festgestellt.

Mobiler Prüfstand der steirischen Polizei.
Mobiler Prüfstand der steirischen Polizei.(Bild: LPD Steiermark)

„Bei den technischen Überprüfungen vor Ort wiesen insgesamt 27 E-Scooter eine Bauartgeschwindigkeit von mehr als den erlaubten 25 km/h auf“, bilanzierte die Polizei am Sonntag. Im Bereich des südlichen Stadtstrandes (ein Hotspot neben der Mur in Graz, mit Bootsverleih, Liegestühlen etc.) trafen Polizisten sogar vier Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren an, die mit E-Scootern unterwegs waren. Auch ihre Geräte wiesen eine weit höhere Höchstgeschwindigkeit als 25 km/h auf. Es handelte sich schon beinahe um Kleinmotorräder, heißt es. „Für das Lenken dieser Fahrzeuge fehlte den Kindern naturgemäß die erforderliche Berechtigung.“

Minister für konsequente Kontrollen
Die Polizei in Graz will auch weiter gezielte Schwerpunktaktionen durchführen. In einem aktuellen „Krone“-Interview betont auch Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) die Relevanz konsequenter E-Scooter-Kontrollen. Zudem kann sich der Minister noch strengere Regeln vorstellen. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen mit E-Scootern. In den letzten Jahren haben die Geräte einen wahren Boom erlebt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Steiermark
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung