In der aktuellen Ausgabe von „Wiener Wissen“ analysieren die Nachwuchswissenschaftlerin Tanja Lazic vom Zentrum für Public Health der MedUNi Wien und der Notfallmediziner Harald Herkner die Auswirkungen der aktuellen Hitzewellen auf unsere Gesundheit. Herkner: „Wer trotz der großen Hitze noch klar denken kann und schwitzt, kann sich noch selbst helfen. Zu uns in die AKH-Klinik für Notfallmedizin kommen Kinder, ältere Menschen, chronisch kranke Menschen und Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind. Die rufen den Notarzt und kommen mit der Rettung.“
Lazic, die aktuell zu vielen stadtökologischen Themen in Zusammenhang mit der Hitzeeinwirkung forscht: „In Städten wie Wien gibt es einen Hitzekreislauf: durch die Stadt verlaufen tiefe Straßenschluchten, wo die Sonne einstrahlt, eingefangen wird und wie bei einem Ping-Pong-Spiel zwischen den Häuserwänden hin- und herpendelt. Vom Westen her, also vom Wienerwald, käme ja oft ein Kältestrom, der die Stadt kühlen würde. Aber dieser für die Kühlung so wichtige Zustrom in die Stadt wird durch falsche Bebauung aufgehalten. Das ist auch der Grund, weshalb es in der Innenstadt immer heißer ist, als in den Außenbezirken.“ Baumsetzungen würden die gefühlte Temperatur deutlich geringer erscheinen lassen, auch sogenannte „Cooling-Spots“ können Abhilfe in Extremsituationen schaffen.
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