Nach der Abfuhr von einer Innviertler Gemeinde sucht der Online-Versandriese Amazon weiterhin nach einem Standort für ein großes Logistikzentrum. Zudem sind zwei kleinere Verteilzentren in Oberösterreich geplant – bei einem rollen bereits die Bagger.
In Reichersberg im Innviertel ist Amazon nicht erwünscht: Der Gemeinderat entschied sich im Mai, wie berichtet, gegen die Pläne des US-Konzerns, dort um 500 Millionen Euro ein Logistikzentrum mit bis zu 1500 Arbeitsplätzen zu errichten. Dennoch sucht Amazon „in der ganzen Region“ und somit auch in Oberösterreich weiterhin nach einem geeigneten Standort für ein solches großes Logistikzentrum, weil man „Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten“ habe, so ein Sprecher.
An anderer Stelle wird bereits gebaut: In Enns errichtet der Online-Versandhändler derzeit um 70 Millionen Euro ein kleineres Verteilzentrum. „Der Bau verläuft planmäßig, die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2027 geplant“, heißt es von Amazon.
Behördenverfahren laufen
Ein zweites kleineres Verteilzentrum in Oberösterreich plant Amazon in Schalchen – in einem Gewerbegebiet, das teilweise als Expansionsfläche für Motorradhersteller KTM gedacht war. Bereits im April hat Amazon Unterlagen zur bau- und gewerberechtlichen Genehmigung des Verteilzentrums in Schalchen eingereicht, die Verfahren laufen. „Ich schätze, dass es im Laufe des Sommers oder im Herbst eine Entscheidung gibt“, sagt Bürgermeister Andreas Stuhlberger (SPÖ). Die Gemeinde ist jedenfalls nicht abgeneigt: „Wichtig ist, dass Arbeitsplätze geschaffen werden und die Rahmenbedingungen passen.“
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