Zehnjähriges Jubiläum

Kepler Uniklinikum versorgte 4 Millionen Patienten

Oberösterreich
25.06.2026 17:00

Aus drei Linzer Spitälern wurde vor zehn Jahren das Kepler-Universitätsklinikum. Seither wurden dort mehr als vier Millionen Patienten behandelt und 255.000 Operationen durchgeführt. Nach turbulenten Monaten richtet das KUK den Blick nun wieder nach vorne.

Gefühlt gibt es das Spital schon immer, tatsächlich ist es erst zehn Jahre her: Das Kepler Uniklinikum feiert dieser Tage sein erstes rundes Jubiläum. Hinter dem Zusammenschluss von drei Linzer Spitälern liegen zehn Jahre großer Herausforderungen. Damals wurde aus der Landes-Frauen- und Kinderklinik, dem Wagner-Jauregg-Krankenhaus und dem Linzer Allgemeinen Krankenhaus, das der Stadt gehörte, das Kepler Uniklinikum, heute kurz KUK genannt. 

Lange Wartezeiten werfen schiefes Licht auf Klinik
“Wir sind sehr stolz, dass diese zehn Jahre jetzt absolviert sind. Aber auf uns kommen noch Jahre zu, die wir gemeinsam entwickeln dürfen und sollen“, sagt Professor Meinhard Lukas, der seit 1. Juni Geschäftsführer des zweitgrößten Spitals in Österreich ist. Der Jurist übernahm das KUK nach turbulenten Monaten und dem Rücktritt seines Vorgängers Franz Harnoncourt: Lange Wartezeiten auf Operationen sorgten ebenso für Kritik wie eine Reihe von Vorfällen, etwa die Entfernung der Gebärmutter bei einer gesunden Patientin – die „Krone“ berichtete.

Professor Meinhard Lukas ist seit 1. Juni oberster Chef im Kepler-Universitätsklinikum.
Professor Meinhard Lukas ist seit 1. Juni oberster Chef im Kepler-Universitätsklinikum.(Bild: Markus Wenzel)

Beim Festakt am Donnerstag richtete sich der Blick aber nach vorne – vor allem im Hinblick auf die Finanzierung: Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) nutzte das Jubiläum, um eine bessere Finanzierung der Medizinfakultät durch den Bund einzufordern. „Bei der Finanzierung der Medizinischen Fakultät muss endlich Gerechtigkeit hergestellt werden“, sagte er. Oberösterreich könne Bundesaufgaben nicht dauerhaft mitfinanzieren.

Spitalsmanager Lukas und der ärztliche Direktor Karl-Heinz Stadlbauer legten zum Jubiläum auch eine Leistungsbilanz vor: In zehn Jahren wurden 815.000 Patienten stationär und 3,1 Millionen ambulant behandelt. Bei 32.000 Geburten kamen im KUK 36.700 Babys zur Welt, insgesamt gab es 255.000 Operationen. 

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