„Antrag an EU“

Österreich will Todesplan für Sika-Hirsche kippen

Österreich
25.06.2026 05:00

Nach einem „Krone“-Bericht sorgt die Einstufung von Wild als invasive Art für Wirbel. Jetzt startet ein Kampf um eine mögliche Ausnahmeregelung!

„Wir haben noch einmal nachgezählt. Die Zahl der Hirsche, die sterben müssten, ist sogar auf 7000 gewachsen“, hieß es am Mittwoch aus dem Büro des zuständigen Agrarministers Norbert Totschnig. Wie berichtet, hatte eine Schar an naturfremden Brüsseler Wissenschaftern das seit dem 19. Jahrhundert bei uns „heimische“ Wild über Nacht zur bioinvasiven Spezies erklärt und damit Haltung, Transport und Zucht verboten.

Die Begründung: Das aus Asien stammende Wild könnte ja aus den Gehegen entkommen, sich paaren und damit den klassischen Rothirsch gefährden.

Zitat Icon

Wir kämpfen um eine Sonderlösung für unsere Züchter, damit sie ihr Sika-Wild weiterhin züchten dürfen. Ein Antrag an die EU ist unterwegs. 

Minister Norbert Totschnig

Dadurch ist die Existenz von 250 Betrieben in ganz Österreich gefährdet. Denn der Millionenschaden soll nicht einmal abgegolten werden.

„Unsere Vertreter haben sich gegen diesen Unfug ausgesprochen, wurden aber überstimmt“, so EU-Mandatar Alexander Bernhuber. Seit dem „Krone“-Artikel ist in den Agrarlobbys in Brüssel jedenfalls Feuer am Dach.

Vertreter der Kommission gaben gegenüber Bernhuber an, erst durch den Artikel von dem Schlamassel erfahren zu haben, den die eigenen sogenannten Artenschutzexperten angerichtet hatten. Dennoch sollen schon im August Stiere und Kühe voneinander getrennt werden, damit es zu keinem Kälbernachwuchs kommt. Bis Sommer 2027 soll das gesamte Sika-Wild in Österreich ausgerottet sein. Österreich kämpft dagegen an. Totschnig: „Wir arbeiten an einer Sonderlösung.“

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