Tragisches Unglück
4 Segler tot: Offizier hat „keine Schuldgefühle“
Vier Urlauber aus Tschechien sind bei einem Schiffsunglück zwischen zwei kroatischen Inseln ums Leben gekommen. Ein Katamaran hatte ein Segelboot gerammt. Jetzt weist der Erste Offizier des Katamarans alle Vorwürfe von sich, er „verspürt keine Schuldgefühle.“
Der 56 Meter lange Katamaran hatte die Segeljacht am 14. Juni am helllichten Tag gerammt, diese versank sofort. An Bord des Segelboots waren acht Tschechen, vier der Segler starben bei dem Unglück, darunter auch der 65-jährige Steuermann. Jetzt steht der Erste Offizier des Katamarans im Fokus der Ermittlungen, wie dieses Unglück passieren konnte.
Der Offizier selbst verspüre jedenfalls „keine Schuldgefühle“, erklärte die Anwältin des 33-Jährigen dem Nachrichtenportal n1info. „Er steht unter Verdacht, eine Straftat mit mittelbarer Absicht begangen zu haben, fühlt sich aber nicht schuldig“, hielt die Anwältin fest. Obwohl er sich nicht schuldig fühle, stehe der 33-Jährige aber „aufgrund der Kollision und des Unfalls“ unter schwerem Schock.
Der Katamaran soll mit recht hoher Geschwindigkeit aus dem Hafen ausgelaufen sein:
Ein Video zeigt, wie die „Krilo Eclipse“ aus dem Hafen von Split ausläuft. „Die Leute fragen sich: ,Ist diese Geschwindigkeit angemessen und entspricht sie den Vorschriften?‘“, schreibt der Sender Morski. Das Schiff sei schon recht schnell unterwegs gewesen.
Über 100 Passagiere an Bord
Als die Kollision passierte, stand der 33-jährige Erste Offizier auf der Kommandobrücke. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Split gegen den Mann wiegen deswegen schwer: Er soll den Katamaran „Krilo Eclipse“ mit über 100 Passagieren an Bord ohne eingeschaltetes Radarüberwachungs- und Alarmsystem und gesteuert haben. Außerdem habe er nicht alles dafür getan, um der Segeljacht mit den acht Tschechen an Bord auszuweichen.
Trotz der Vorwürfe sei der 33-Jährige aber noch nicht angeklagt worden, betonte seine Anwältin. Allerdings sitzt er inzwischen in Untersuchungshaft. Dem Mann droht eine Gefängnisstrafe von drei bis 15 Jahren.









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