Hat 126 Zimmer

Scheich kauft Berlusconis Luxusvilla auf Sardinien

Ausland
24.06.2026 15:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der frühere Luxussitz des verstorbenen italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi auf Sardinien hat einen neuen Besitzer. Der katarische Scheich Hamad bin Jassim bin Jaber Al Thani hat ihn über eine Immobiliengesellschaft erworben. Das Anwesen hat unter anderem ein Amphitheater und einen unterirdischen Tunnel, der direkt zum Strand führt. 

Die Villa Certosa umfasst 4500 Quadratmeter Wohnfläche, 126 Zimmer und einen Park von 120 Hektar. Das Anwesen verfügt außerdem über ein Amphitheater, einen See, sieben Schwimmbäder sowie ein Gewächshaus mit Orchideen und Palmen. Ein unterirdischer Tunnel soll einen direkten Zugang zum Strand ermöglichen.

Die Villa war jahrzehntelang eines der bekanntesten Privatdomizile Europas und wurde zum Symbol für Berlusconis luxuriösen Lebensstil. Der italienische Ex-Ministerpräsident soll einen künstlichen Vulkan für private Feiern gehabt haben und Gäste wie Russlands Machthaber Wladimir Putin, den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und den früheren britischen Premierminister Tony Blair beherbergt haben.

Russlands Präsident Wladimir Putin (links) war einer der berühmten Gäste in Berlusconis Villa.
Russlands Präsident Wladimir Putin (links) war einer der berühmten Gäste in Berlusconis Villa.(Bild: AFP/HO Press Office)

Kaufpreis unbekannt
Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Der Wert des Anwesens wird auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt. Zusätzlich zu dem katarischen Scheich Hamad bin Jassim bin Jaber Al Thani hat auch der Sultan von Brunei Interesse an dem Domizil gezeigt.

Der Umfang der Vermögenswerte Berlusconis ist riesig und umfasst unter anderem Firmen, Villen, Häuser, Boote, Kunstwerke und Privatinvestitionen. Erbinnen und Erben sind seine Kinder, Berlusconis Bruder Paolo, seine Lebensgefährtin Marta Fascina und sein Vertrauensmann Marcello Dell‘Utri. Die rechtskonservative Partei Forza Italia, die der Politiker gegründet hat, unterstützt inzwischen das Kabinett von Premierministerin Giorgia Meloni.

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