Und Irans Botschaft

„Pride Game“: Proteste aus Iran und Ägypten

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Von krone Sport

Riesenärger über Gastgeber Seattle: Iran und Ägypten haben die Chance, das WM-Sechzehntelfinale zu erreichen. Ausgerechnet diese Partie hat die US-Metropole zum „Pride Game“ erklärt. Und: Über diese emotionale Botschaft von Irans Team wird ebenfalls debattiert.

Der Traum vom Aufstieg ins Sechzehntel-Finale lebt! Iran hat es im abschließenden Gruppenspiel gegen Ägypten (Samstag, 5 Uhr MEZ) in der eigenen Hand. Nun erlaubt das US-Heimatschutzministerium den Iranern zwei Tage vorher nach Seattle zu reisen. Das sorgte für harsche Kritik, Iran wollte auch bei der FIFA eine Beschwerde aufgrund dieser Benachteiligung einlegen.

„Match Day minus zwei“
„Im Vorfeld der Partie in Seattle am 26. Juni wird es der iranischen Nationalmannschaft gestattet, zwei Tage vor dem Spiel – also am ‘Match Day minus zwei‘ – anzureisen“, sagte ein US-Sprecher.

Abreiseprozedere unverändert
Nichts geändert habe sich hingegen am Prozedere der Abreise. Nach Abpfiff muss die Delegation wie zuletzt schnell die Sachen packen und die USA zeitnah wieder verlassen. Irans Mannschaft fliegt dann wieder nach Tijuana in Mexiko reisen, wo sich ihr Basecamp befindet.

„Pride Game“
Sturm läuft sowohl der iranische als auch der ägyptische Fußballverband. Hintergrund: Seattle hat die WM-Partie zum „Pride Game“ erklärt. Trotz der Proteste aus Iran und Ägypten – sie berufen sich auf die Statuten zur politischen Neutralität und fordern ein Verbot von Regenbogen-Flaggen im Stadion – hält die Metropole an den Plänen fest. Sie will die Feierlichkeiten aller Lebensformen in den Mittelpunkt rücken. 

Irans Botschaft in L. A.
Nach dem zweiten Auftritt in Los Angeles hinterließ Irans Team eine emotionale Botschaft in seiner Kabine. Die Mannschaft des Mullah-Regimes holte in Kaliforniens Metropole zwei Remis (2:2 gegen Neuseeland, 0:0 gegen Belgien). Es handelt sich dabei um eine handgeschriebene Nachricht.

Geschichte und Gegenwart
„Vom antiken Persien vor Tausenden von Jahren bis zum zivilisierten Iran von heute – der Geist Irans lebt weiter und bleibt standhaft“, begann die Botschaft. In dem Schreiben bedankten sich die Iraner bei den Menschen von L. A. und den Fans. Es hieß es weiter, die Mannschaft sei „mit Stolz“ gekommen, habe „mit Ehre“ gespielt und gehe „mit Würde“. Im letzten Absatz heißt es dagegen wieder diplomatisch: „Mögen Frieden, Respekt und Freundschaft zwischen allen Nationen siegen!“

Zwischen den Zeilen
Auf dem ersten Blick versöhnliche Worte. Doch zwischen zwei Absätzen wurde in roter Farbe „#168“ und „#minab“ geschrieben. Wohl ein Verweis auf eine mutmasslich von US-Kampfjets irrtümlich durchgeführte Bombardierung einer Schule in der iranischen Stadt Minab. Hier sind Berichten zufolge 168 Opfer zu beklagen. Dabei handelte es sich vor allem um Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder.

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