„Zu wenige Beweise“

Deepfakes: Teilerfolg für Ulmen gegen „Spiegel“

Society International
23.06.2026 19:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach den Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes hatte Christian Ulmen eine einstweilige Verfügung gegen den „Spiegel“ eingereicht. Jetzt gibt es Neuigkeiten in dem Rechtsstreit: Das zuständige Gericht hat entschieden, dass ein Teil der Berichterstattung über Ulmen unzulässig war.

Ulmens Anwälte waren mit sofortiger Beschwerde gegen einen Beschluss des Landgerichts Hamburg von Anfang Mai in die nächste Instanz gegangen. Das Landgericht hatte einen großen Teil der im März veröffentlichten „Spiegel“-Berichterstattung erlaubt. Mit der Beschwerde hatten die Ulmen-Anwälte nun zum Teil Erfolg.

„Mindestbestand an Beweistatsachen“ fehlt
Demnach darf der „Spiegel“ nicht den Verdacht erwecken, Ulmen habe sogenannte Deepfake-Videos, die seine Ex-Frau zeigen, hergestellt und/oder verbreitet. Hierzu fehle ein „Mindestbestand an Beweistatsachen“, so die Hamburger Richter. Außerdem untersagte das Hanseatische Oberlandesgericht das Zitieren von Textpassagen aus einer E-Mail von Ulmen an seinen Verteidiger. Das Gericht bestätigte jedoch die Rechtssprechung, die das Gericht in dem Rechtsstreit zuvor getroffen hat – Die Berichterstattung über Gewaltvorwürfe von Fernandez an Ulmen ist zulässig.

Anwälte: Berichterstattung führte zu „hochgradiger Vorverurteilung“
Ulmens Anwälte Christian Schertz und Simon Bergmann erklärten zu dem Beschluss, insbesondere der Verdacht der Herstellung und/oder Verbreitung von Deepfake-Videos habe eine undifferenzierte öffentliche Diskussion zur Folge gehabt und zu einer „hochgradigen Vorverurteilung“ Ulmens beigetragen. Der „Spiegel“ wiederum erklärte zu dem Beschluss, der Vorwurf der „virtuellen Vergewaltigung“ bleibe auch danach weiter bestehen.

Trennung im Vorjahr
Der heute 50 Jahre alte Ulmen und die 44-jährige Moderatorin und Schauspielerin Fernandes waren seit 2011 ein Paar, vergangenes Jahr gaben sie ihre Trennung bekannt. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter.

Skandal sorgte für Diskussionen über Cyber-Gewalt gegen Frauen
Fernandes Vorwürfe führten in Deutschland zu einer Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen. Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte in der Folge an, Gesetzeslücken schließen zu wollen. Wegen der Gewaltvorwürfe ermittelt seit Ende Mai die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen Ulmen. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen seiner ehemaligen Frau, es gilt die Unschuldsvermutung.

Collien Fernandes mit klarer Botschaft gegen Ulmen
Collien Fernandes hatte selbst kürzlich ein hochemotionales Instagram-Posting veröffentlicht. An ihrem ehemaligen Hochzeitstag veröffentlichte sie das Bild einer Glückwunschkarte. Darauf stand ursprünglich „Happy Wedding Day“ – das Wort Wedding hatte sie jedoch durchgestrichen. Daneben schrieb Fernandes: „Heute war mein Hochzeitstag. Ab diesem Jahr nicht mehr.“ Die Message, die sie damit sendet, ist eindeutig.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung