14 Bühnen, 200 Acts und über 700-Stunden-Programm und bis zu drei Millionen Besucher: Das Donauinselfest ist einer der größten jährlichen Polizeieinsätze Österreichs. Jetzt wurde das Sicherheitskonzept dafür präsentiert. Drohnen, Kontrollen und blaue Blinklichter sollen die Besucher des Donauinselfests Anfang Juli schützen.
Wenn ab kommender Woche auf der Donauinsel wieder Hunderttausende Besucher bei Musik, Konzerte und Party feiern läuft hinter den Kulissen eine gewaltige Sicherheitsmaschine auf Hochtouren. Denn wo gefeiert wird, muss auch für Schutz gesorgt sein.
Am Dienstagvormittag präsentierten der Verantstalter des Donauinselfests und die Polizei Wien ihr Sicherheitskonzept. Schon lange, bevor die ersten Besucher die Festivalmeile betreten, beginnt die Arbeit von Polizei, Rettungskräften, Feuerwehr und privaten Sicherheitsdiensten. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass das größte Open-Air-Festival Europas möglichst reibungslos über die Bühne geht.
Während auf den Bühnen Stars für Begeisterung sorgen wird das Gelände penibel überwacht. Mobile Streifen, fixe Kontrollpunkte und Videoüberwachung sollen dafür sorgen, dass potenzielle Gefahren früh erkannt werden. Besonderes Augenmerk liegt auch heuer wieder auf den Eingangsbereichen.
„Jede Belästigung ist eine zu viel!“
Verdächtige Gegenstände, gefährliche Gegenstände oder verbotene Materialien werden konsequent aussortiert. Das bedeutet: auf der gesamten Insel sind auch diesmal keine Messer und auch keine Waffen erlaubt. Nach dem Amoklauf in Graz wurden die Maßnahmen beim Donauinselfest 2025 nochmals verschärft. Ein Schwerpunkt lag auf den Zugangs- und Sicherheitskontrollen. Schwerpunkt werden auch heuer wieder die Zutrittskontrollen sein, die Lenkung der Personenströme und die Verhinderung von Belästigungen. „Jede Belästigung ist eine zu viel“, betonte Polizei-Einsatzkommandant Michael Holzgruber.
Das gesamte Gelände wird im Vorfeld auch von sprengstoffkundigen Organen durchsucht. „Das Donauinselfest ist eine friedliche Veranstaltung, aber wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien vor“, sagte der Oberst.„Wo hunderttausende Menschen zusammenkommen, entstehen besondere Momente. Und unsere Aufgabe als Polizei ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese Momente unbeschwert, sicher und friedlich erlebt werden können“, so Holzgruber. Deshalb sollen alle Besucher damit rechnen, dass sie beim Zutritt durchsucht werden.
Es gibt keine Hinweise auf eine Gefährdung. Aber die allgemeine Risikolage in Österreich ist derzeit hoch. Das betrifft auch islamistischen Terrorismus.

Polizei Wien-Einsatzkommandant Michael Holzgruber
Bild: Gerhard Bartel
Zusätzlich patrouillieren uniformierte und zivile Kräfte auf dem gesamten Festivalgelände. Wie viele Polizeibeamte auf dem 4,5 Kilometer langen Gelände unterwegs sind, wird aus „einsatztaktischen Gründen“ wie immer nicht verraten. „Es sind jedenfalls Hunderte“, so Polizei-Einsatzkommandant Michael Holzgruber.
Seit über vier Jahrzehnten zeigt das Donauinselfest, dass Großveranstaltungen friedlich und inklusiv sein können.

Donauinselfest-Projektleiterin Julia Healy
Bild: Gerhard Bartel
Ein Videoüberwachungskonzept mit mehr als 40 Kameras des Veranstalters und der Polizei leitet die Bilder in die Sicherheitszentrale nahe der Floridsdorfer Brücke, um dort die entsprechenden Maßnahmen zu treffen. Aber auch die Aufnahmen der drei Drohnenteams werden dorthin übertragen. „Wir können jeden Winkel heranzoomen“, sagte Holzgruber.
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