Rücktritt mit Folgen

Herren-Weltcup erstmals seit 1967 ohne dieses Land

Ski Alpin
15.08.2026 16:53
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Es ist ein Rücktritt, der in die Geschichte des Ski-Weltcups eingehen könnte. Marco Pfiffner hat seine Profi-Karriere beendet und könnte damit für ein Novum sorgen. Denn seit Einführung des Weltcups im Jahr 1967 war Liechtenstein bei den Herren immer vertreten – das dürfte sich nun aber ändern. Die Damen hingegen dürften die Fahnen der kleinen Nation weiter hochhalten! 

„Es ist Zeit, dieses wundervolle Kapitel zu schließen“, schreibt Pfiffner auf Instagram und kündigt damit das Ende seiner Ski-Karriere an. Im Alter von 32 Jahren und nach 62 Einsätzen im Weltcup durchaus erwähnenswert, doch es ist etwas anderes, das diese Worte so historisch machen könnte. 

Denn Pfiffner war zuletzt der letzte aktive Vertreter von Liechtensteins Herren. Eine Nation, die seit fast 60 Jahren immer im Weltcup vertreten war und einige Idole hervorbrachte. Hanni Wenzel, Andreas Wenzel, Tina Weirather oder Marco Büchel haben sich ihren Eintrag in den Ski-Geschichtsbüchern gesichert. 

Eine kleine Chance bleibt
Ganz freiwillig war der Abschied von Pfiffner nicht. Vor einigen Wochen ist er aus dem Kader des Liechtensteiner Verbands geflogen. Deshalb hätte er sich die kommende Saison selbst finanzieren müssen. „Das ist auf Weltcup-Niveau einfach unmöglich“, erklärte der 32-Jährige nun aber auf Instagram seine Entscheidung. 

Der große Durchbruch im Ski-Weltcup blieb ihm ohnehin verwehrt. Der elfte Platz bei den Winterspielen 2022 in der Kombination war sein großes Karriere-Highlight. „Ich durfte meinen Traum leben, Liechtenstein auf höchstem Niveau vertreten und mich mit den Besten der Welt messen. Dafür bin ich unendlich dankbar“, so der Speed-Spezialist abschließend. 

Charlotte Lingg
Charlotte Lingg(Bild: GEPA)

Bei den Frauen hingegen dürfte die Serie für das Land weiter bestehen. Juwel Madeleine Beck steht ebenso im Kader wie Charlotte Lingg. Lingg hat ihr letztes Rennen verletzungsbedingt vor eineinhalb Jahren bestritten. Ihr Comeback ist aber für den Weltcup-Auftakt in Sölden (24. Oktober) geplant. Ansonsten soll es beim Slalom in Levi (14. November) sowohl für Lingg als auch Beck so weit sein und Liechtenstein immerhin bei den Damen weiter vertreten sein! 

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