Waldbrände in Italien

Der Rauch zog jetzt über die Alpen nach Kärnten

Ausland
15.08.2026 17:08

In der norditalienischen Provinz Udine haben sich die Waldbrände weiter ausgebreitet. Am Freitag war der Rauch sogar im Kärntner Gailtal zu sehen. Dort entnehmen die italienischen Hubschrauber auch Löschwasser aus dem Weißensee. Aktuell brennt es unter anderem an mehreren Bergen.

So hat sich etwa der Großbrand am Monte Amariana ausgebreitet. Dieser wurde von Wind angeheizt und erfasst inzwischen Bereiche des Hangs oberhalb der Gemeinde Amaro. Am Freitag schützten Feuerwehrleute einen landwirtschaftlichen Betrieb und hielten den Brandherd unter Kontrolle, der sich der Anlage näherte. Laut dem Nachrichtenportal UdineToday wüten derzeit vier Waldbrände in den Bergen Karniens und des nördlichen Friauls, darunter sind zudem der Monte Palavierte, der Monte Cozzarel und der Monte Naiarda.

Die Feuerwehr, der Forstdienst und der Zivilschutz sind bereits seit mehreren Tagen im Dauereinsatz. Am Samstag konzentrieren sie sich darauf, das Feuer rund um den Cuel Feltron einzuschließen und zu verhindern, dass die Flammen auf das Hauptmassiv der Amariana überspringen. Die Bedingungen sind schwierig: Dichter Rauch verhüllt den Berg immer wieder und schränkt die Sicht massiv ein. Dennoch ist das Aufgebot aus der Luft enorm, wie das österreichische Nachrichtenportal „5 Minuten“ berichtet. Zusätzlich zu Löschflugzeugen werden demnach auch slowenische Drohnen eingesetzt, die besonders heiße Stellen in dem Gebiet aufspüren sollen.

Hier sehen Sie ein Foto von dem Rauch in Kärnten:

In Österreich steht der Kärntner Weißensee im Fokus des Einsatzes. Bis Samstagmittag holten die Löschflugzeuge dort Wasser, anschließend soll auch der Lago di Cavazzo genutzt werden.

Am bewaldeten Monte Goj mussten kürzlich 50 Menschen ihre Häuser verlassen, um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen. Mehrere Straßen wurden stellenweise gesperrt – sowohl zum Schutz der Bevölkerung als auch zur Unterstützung für die Einsatzkräfte, damit diese ungehindert arbeiten können.

Trockenheit und Brandstiftung als Ursachen
In Italien tobten zuletzt mehrere Waldbrände, vor allem im Süden des Landes, wie in den Regionen Kalabrien, Apulien oder auf den großen Inseln Sardinien und Sizilien. Die Ausbreitung wurde durch Hitzewellen mit Trockenheit und dem sogenannten Schirokko-Wind begünstigt. Oft ist aber auch Brandstiftung im Spiel. Der italienische Zivilschutz und die Feuerwehr starten inzwischen jährlich vor dem Sommer Kampagnen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.

Am Montag könnte sich die Lage verbessern. Zu Wochenbeginn wird in der Brandregion Friaul-Julisch Venetien nämlich Regen erwartet.

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