Wenn Klimaforscher recht behalten, wird die brütende Hitze, die wir gerade in Österreich erleben, zur neuen Normalität. Viele Menschen leiden jetzt schon darunter – dabei hat der Sommer gerade erst begonnen. Eine Psychologin erklärt, warum wir bei hohen Temperaturen eine kurze Zündschnur haben und wie wir mit Hitzestress gelassener umgehen können.
Haben Sie zurzeit das Gefühl, schneller gereizt, ungeduldiger und explosiver zu reagieren als sonst? „Das bilden Sie sich nicht ein! Hitzewellen belasten unsere Psyche enorm und verändern sogar unser Denken, Fühlen und den Umgang miteinander“, sagt Gesundheitspsychologin Doris Artner aus Eisenstadt. Weil der Körper zur Temperaturregulation viel Energie aufwenden muss, können wir uns tagsüber schlechter konzentrieren, reagieren langsamer und machen mehr Fehler. Nachts erschweren Tropennächte über 20 Grad das Ein- und Durchschlafen. Die Folgen: Antriebslosigkeit, innere Unruhe, verminderte Belastbarkeit und Stimmungsschwankungen, die zu mehr Unfällen, Konflikten sowie aggressivem Verhalten im Alltag führen. Doch nicht nur die Hitze selbst setzt uns zu.
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