„Gefühlt haben sie 700 Fouls gemacht, eine Gelbe nach 70 Minuten bekommen. Aus irgendeinem Grund gibt man keine Gelben Karten mehr. Ich darf mich nicht zu sehr aufregen, das bringt auch nichts.“ Konrad Laimer war nach der 0:2-Niederlage verärgert über die lange Leine des Schiedsrichters.
Österreichs Nationalteam hat am Montag bei der Fußball-WM eine 0:2-Niederlage gegen Argentinien kassiert. Die Tore im Dallas Stadium erzielte Lionel Messi (38., 95.), der zuvor einen Elfer neben das Tor gesetzt hatte (9.). Argentinien steht nach zwei Runden fix in der K.o.-Phase, das ÖFB-Team hält bei drei Punkten und hat weiterhin gute Chancen auf das Sechzehntelfinale. Österreichs letztes Gruppenmatch steigt am Sonntag (4.00 Uhr MESZ) in Kansas City gegen Algerien.
Die Österreicher hielten vor 70.649 Fans über weite Strecken gut mit, schafften es aber nicht, wirklich gefährlich zu werden. Der Titelverteidiger hingegen konnte sich einmal mehr auf seinen großen Star verlassen. Messi hat bei diesem Turnier nach seinem Triplepack gegen Algerien schon fünf Tore auf dem Konto und ist mit nun 18 WM-Treffern alleiniger Rekordhalter bei Weltmeisterschaften.
Messi „lustig zum Beobachten“
„Seine Ballführung, sein letzter Pass, seine Kaltschnäuzigkeit, obwohl er sogar einen Elfer verschießt am Anfang, ist unglaublich“, erklärte Bayern-München-Profi Konrad Laimer auf ServusTV. „Es ist ja auch im Spiel manchmal irgendwie lustig zum Beobachten, dass er irgendwie da so rumsteht und dann, sobald er einen Ball kriegt, kann er einfach jederzeit einen Unterschied machen.“ Messi habe auch diesmal den Unterschied gemacht. „Es ist immer wieder schön, gegen die besten Spieler zu spielen.“
„Gefühlt haben sie 700 Fouls gemacht“
Laimer äußerte sich bei Sport1 deutlich verärgerter, vor allem die softe Linie von Schiedsrichter Amin Omar stoß dem Teamkicker sauer auf. „Zweite Halbzeit hatten wir gute Ballbesitz-Phasen. Am Ende kommt es auf Kleinigkeiten an. Ich weiß nicht, wieviele Fouls sie gemacht haben. Gefühlt haben sie 700 Fouls gemacht, eine Gelbe nach 70 Minuten bekommen. Aus irgendeinem Grund gibt man keine Gelben Karten mehr“, so Laimer. „Ich darf mich nicht zu sehr aufregen, das bringt auch nichts. Dann ist es natürlich schwierig. Wir haben natürlich auch nicht alles perfekt herausgespielt. Wenn du mal einen Ball verlierst, dann haben sie ein gutes Umschaltspiel. Wenn du der Nummer 10 den Ball gibst, weiß er schon, was er damit anfangen soll. Das kann er sehr, sehr gut.“
Und weiter: „Wir haben es ordentlich gemacht, aber wir können es noch besser. Alles muss in unsere Richtung laufen, damit wir gegen so eine Mannschaft gewinnen. Wir haben uns gut verkauft und gezeigt, wie wir Fußball spielen wollen und was wir können.“

Nun trifft die ÖFB-Elf am Sonntag (4 Uhr/MESZ im Sportkrone.at-Ticker) auf Algerien. Laimer: „Wir haben einiges gut, anderes weniger gut gemacht. Jetzt regenerieren wir uns erst einmal, wollen das nächste Spiel gewinnen und dann schauen wir, was uns so erwartet.“
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