Aufregung in Halle

Strandbad verlangt Deutschkenntnisse für Eintritt

Ausland
22.06.2026 11:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im deutschen Sachsen-Anhalt sorgt ein Strandbad derzeit für Aufregung: Das Personal lässt Menschen, die kein oder kaum Deutsch sprechen, nicht mehr ein. Geschäftsführer Mathias Nobel begründet das mit der Sicherheit der Badegäste. Schließlich müssten diese die Regeln verstehen.

Bisher seien vereinzelt Menschen nicht eingelassen worden, sagte Nobel am Montag. Falle dem Personal am Eingang auf, dass es Verständnisprobleme gebe, werde entschieden, wie vorgegangen werde. Die Gäste müssten wissen, wie sie sich am Wasser zu verhalten haben. Im Heidebad in Halle gibt es zwar Hinweisschilder an mehreren Stellen, aber das reicht laut dem Geschäftsführer an heißen Tagen wie am vergangenen Wochenende nicht mehr aus.

Anlass, die neue Regel einzuführen, war ein Kleinkind, das in tiefem Wasser war, und Nobel herausgeholt hat. „Unser See ist zum Teil 13 Meter tief. Das ist einfach gefährlich“, erinnerte er sich zurück. Immer wieder müssten Badegäste von Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern angesprochen werden. Einige davon könnten nicht ausreichend Deutsch, um sie zu verstehen. Mit der neuen Einlassregel, die seit wenigen Tagen gilt, soll nun das Personal entlastet und die Sicherheit der Badegäste gewährleistet werden.

„Bleiben konsequent“
In der Vergangenheit habe es Diskussionen gegeben, weil die Bademeisterinnen und Bademeister nicht in ein Übersetzungsprogramm sprechen wollten, sagte der Chef des Heidebads. „Mein Personal ist so schon an der Grenze.“ Nobel wurde laut eigener Aussage bereits für seine Entscheidung kritisiert. Dennoch will er „konsequent bleiben“.

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