Warnung vor Unwetter

Wetter-Extrem: Hitze bleibt, erste Hagelschauer

Österreich
22.06.2026 18:35

Die Hitzewelle hat Österreich weiter fest im Griff – und mit den hohen Temperaturen steigt auch die Unwettergefahr. Am Montag kletterten die Werte auf bis zu 35 Grad. Ab den Nachmittagsstunden zogen in vielen Regionen kräftige Gewitter und Starkregen auf. Im Burgenland etwa färbten sich weite Gebiete auf den Unwetterkarten tiefrot, erste Hagelschauer gingen bereits nieder.

Bereits am Montagmorgen war die Unwetterkarte der österreichischen Unwetterzentrale (UWZ) in weiten Teilen des Landes gelb markiert. Im Laufe des Nachmittags spitzte sich die Lage deutlich zu: Vor allem im Osten galt zeitweise die zweithöchste Warnstufe, großflächig erschien die Karte in Rot. Die Vorwarnung betraf kräftige Gewitter, Starkregen und Hagel. Über dem Berg- und Hügelland entwickelten sich am Nachmittag teils heftige Hitzegewitter. Im Burgenland gingen bereits die ersten Gewitterzellen mit Hagel nieder.

Unwetterwarnung ausgerufen
Auch in Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten und Tirol wurden weitere Warnungen ausgerufen. In zahlreichen Bezirken gilt dort ebenfalls die rote Warnstufe. Die übrigen Regionen sind meist mit der dritthöchsten Stufe in Gelb markiert.

Meteorologe Nikolas Zimmermann erklärt: „Im östlichen Flachland im Südosten steigt die Gewitterneigung am Nachmittag an.“ Die Höchstwerte liegen dabei zwischen 28 und 34 Grad, lokal sind laut Geosphere Austria sogar bis zu 35 Grad möglich.

Zwei tödliche Badeunfälle in wenigen Stunden
Die anhaltende Hitzewelle bringt nicht nur den Kreislauf vieler Menschen an seine Grenzen, sondern führt auch immer wieder zu gefährlichen Situationen in Österreichs Gewässern. Am Sonntag kam es in Wien sogar zu zwei tödlichen Badeunfällen innerhalb eines Tages. 

Im Freibad Gänsehäufel ertrank ein 24-jähriger Mann, nachdem er als vermisst gemeldet worden war. Nur wenige Stunden zuvor war es ebenfalls zu einer Tragödie gekommen: Ein 39-jähriger Vater ging vor den Augen seiner Kinder im Wasser unter.

Viele geraten an ihre Belastungsgrenze
Die Vorfälle zeigen einmal mehr, wie gefährlich die Kombination aus großer Hitze, überfüllten Badeplätzen und möglicherweise unterschätzten Risiken im Wasser werden kann. Vor allem ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen geraten an ihre Belastungsgrenze. Doch auch Gesunde kämpfen oft mit Kreislaufproblemen und Erschöpfung.

Ende der Hitzewelle noch nicht in Sicht
Und ein Ende der Hitzebelastung ist weiterhin nicht in Sicht: Österreich befindet sich mitten in einer außergewöhnlichen Hitzewelle. Alle Landeshauptstädte steuern derzeit auf mindestens zehn Hitzetage in Folge zu – ein neuer Juni-Rekord. 

Österreich
Wetterdaten:

Am Dienstag setzt sich das hochsommerliche Wetter fort. Zwar scheint zunächst verbreitet die Sonne, doch vor allem von der Tauernregion über die Obersteiermark bis ins Most- und Waldviertel können sich am Nachmittag erneut heftige Hitzegewitter entwickeln. Dazu werden wieder 28 bis 34 Grad erreicht.

Bis dahin gilt: Viel trinken, direkte Sonne meiden – und den Himmel am Nachmittag genau im Auge behalten.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung