Mit den aktuellen Temperaturen – besonders in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit – ist nicht zu spaßen. Allein in Österreich führt die Hitze zu Hunderten zusätzlichen Todesfällen.
Des einen Freud, des anderen Leid – und für einen nicht zu unterschätzenden Teil der Bevölkerung ist sie sogar lebensgefährlich! Die derzeitige Hitzeperiode hält Österreich fest im Schwitzkasten. Und Jahr für Jahr sorgen die hohen Temperaturen für „hitzeassoziierte Übersterblichkeit“, wie es unter Fachleuten heißt.
Besonders betroffen sind naturgemäß Menschen im fortgeschrittenen Alter, chronisch Kranke und Kinder. Mit Rat und Tat steht dabei das Hitze-Telefon zur Seite, das ab sofort unter 0800/880 800 besetzt ist. Hier gibt’s praktische Hilfe, wenn es darum geht, die Hitzewelle halbwegs unbeschadet zu überstehen – natürlich kostenlos.
„Gerade während längerer Hitzephasen suchen viele Menschen nach verlässlichen Informationen“, so Herwig Ostermann, Geschäftsführer von Gesundheit Österreich.
Apropos Hitze: Seit Anfang des Jahres ist auch die Hitzeschutzverordnung in Kraft. Sie regelt, welche Gefahren bei Arbeiten im Freien die Arbeitgeber zu beachten haben und welche Maßnahmen zu ergreifen sind.
„Wer im Sommer auf Baustellen, im Straßenbau, in der Landwirtschaft oder bei anderen Tätigkeiten im Freien arbeitet, muss bestmöglich vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden. Die Verordnung schafft dafür erstmals einen klaren und verbindlichen Rahmen. Hitzeschutz ist Arbeitnehmerschutz – und damit eine Frage der Gesundheit und der Sicherheit am Arbeitsplatz“, so Gesundheitsministerin Korinna Schumann.
Unser Ziel ist es, mit den Betrieben wirksame Maßnahmen umzusetzen und die Beschäftigten durch die Hitzebelastung zu schützen.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann
„Beraten vor Strafen“
Die Devise lautet dabei: „Beraten vor Strafen“. Die Arbeitsinspektorrate haben bereits Hunderte Kontrollen durchgeführt und dabei zahlreiche Übertretungen festgestellt. Auf Strafanzeigen wurde bisher jedoch verzichtet.
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