500 statt fünf Euro

Falscher Spendensammler zog Paar über den Tisch

Oberösterreich
08.08.2026 08:00

Ein Paar in Oberösterreich wurde von einem falschem „Spendensammler“, der offenbar gerade seine Runden macht, übers Ohr gehauen. Eine Rotkreuz-Mitarbeiterin erklärt, woran man die gemeinen Betrüger erkennen und wie man sich am besten vor den dreisten Übeltätern schützen kann.

„Ein Mann gibt sich als Mitarbeiter der Rettung aus. Er möchte mit euch Verträge abschließen, zieht euch aber ab. Leider waren meine Eltern auch betroffen: Statt ihnen fünf Euro abzubuchen, hat er 500 Euro abgebucht!“ So warnt ein anonymer Teilnehmer einer Facebook-Gruppe Ennser Bürger vor einem falschen „Spendenkeiler“, der offenbar gerade die Runde macht. Der rund 50-jährige Mann habe auch einen Ausweis vorgezeigt – aber nur ganz kurz – und sei Nachfragen ausgewichen.

„Derzeit keine Aktion“
„Wir führen nur alle vier bis fünf Jahre solche Door-to-Door-Aktionen durch. Derzeit allerdings nur in zwei Bezirken, und nicht in Linz oder Linz-Land“, erklärt Alexandra Aichinger, Rot-Kreuz-Spendenmanagerin für diese beiden Bezirke. Solche Betrugsversuche kämen gelegentlich vor, seien aber Einzelfälle.

So erkennt man Gauner
Woran man die echten Spendensammler erkennt? „Unsere Sammler tragen immer eine volle Rotkreuz-Uniform mit dunklen Schuhen. Außerdem haben sie kein Problem damit, ihren Ausweis zu zeigen und ihren Namen bekannt zu geben“, so Aichinger. Die Mitarbeiter nehmen nie Bargeld an, lassen entweder einen Zahlschein da oder lassen die Spender ein Abbuchungsauftragsformular ausfüllen. „Gibt es irgendwelche Zweifel, nachfragen. Fällt ein Fehler auf, sollte man bei der nächsten Ortsstelle oder bei der Bezirkszentrale nachfragen“, rät Aichinger.

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